Zahl der Kriege auf Rekordhoch

Heidelberg (tt) – Heidelberger Wissenschaftler haben das Globale Konfliktbarometer 2020 vorgelegt. Es enthält wenige gute Nachrichten.

 Flüchtlinge aus der äthiopischen Konfliktregion Tigray im Sudan. Der Konflikt in ihrer Heimat wird als Krieg eingestuft. Foto: Marwan Ali/dpa

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Flüchtlinge aus der äthiopischen Konfliktregion Tigray im Sudan. Der Konflikt in ihrer Heimat wird als Krieg eingestuft. Foto: Marwan Ali/dpa

Von Thomas Trittmann

Heidelberg – 2020 war ein Jahr massiver Konflikt-Eskalation, insbesondere in Afrika. Dies ist die Botschaft des am Donnerstag vorgestellten Globalen Konfliktbarometers des Heidelberger Instituts für internationale Konfliktforschung (HIIK). Die Forscher geben ihren Report seit 30 Jahren heraus; Konflikte werden darin in fünf Stufen unterteilt. Stufe fünf bedeutet Krieg, und seit 1991 gab es noch nie so viele davon wie im vergangenen Jahr: 21. Insgesamt hat das Institut im vergangenen Jahr weltweit 359 Konflikte ausgemacht. 139 davon wurden gewaltfrei ausgetragen (Konfliktstufen eins und zwei), bei 220 Konflikten war Gewalt im Spiel. Je nach Gewaltintensität wird ein Konflikt als gewaltsamer Konflikt, begrenzter Krieg oder Krieg kategorisiert.

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