ZKM-Sammlung im virtuellen ZDF-Museum

Karlsruhe (cl) – Ein virtuelles Museum springt in Corona-Zeit ein: Die „Digitale Kunsthalle“ des ZDF gibt Einblick in Karlsruher ZKM-Sammlung und zeigt noch eine Essenz der Bonner Beethoven-Schau.

Das ZKM Karlsruhe beteiligt sich mit Rafael Rozendaals animierten Quadern von „Neo Geo City“ am digitalen Mainzer Projekt.  Foto: Rafael Rozendaal/ZKM

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Das ZKM Karlsruhe beteiligt sich mit Rafael Rozendaals animierten Quadern von „Neo Geo City“ am digitalen Mainzer Projekt. Foto: Rafael Rozendaal/ZKM

Von Christiane Lenhardt

Die „Digitale Kunsthalle von ZDFkultur“ will deutsche Museen, ihr Know-how, ihre Sammlungen und aktuellen Ausstellungen fürs Publikum sozusagen auf einen Klick vernetzen. Dafür ist sie im Februar vergangenen Jahres an den Start gegangen, noch ohne Corona-Notwendigkeit. Jetzt wird das virtuelle Museum des Zweiten Deutschen Fernsehens aus Mainz gewissermaßen zum Statthalter deutscher Ausstellungshäuser, die im momentanen „Teil-Lockdown“ mindestens einen Monat lang geschlossen bleiben müssen.
Einige Museen und Kunsthallen, auch in der Region, konnten Ende Oktober ihre Ausstellungen gerade noch „teil“-öffnen, auch die Anselm-Kiefer-Schau in der Mannheimer Kunsthalle ist fertig und sollte ab Mitte November in echt zu besichtigen sein: Auch sie ist ein potenzieller Kandidat für die „Digitale Kunsthalle“, laut ZDF gibt es bereits feste Vereinbarungen mit dem von Johan Holten geleiteten Prestigebau in der Universitätsstadt.
Gerade neu gestartet in der „Digitalen Kunsthalle“ ist das ZKM Karlsruhe mit einem eigenen animierten Rundgang. „Neben unserem Clip-artigen Angebot, wollten wir auch einen interaktiven Tool anbieten“, sagt Ralf Schmitz, der zuständige Redakteur beim ZDF. Das ZKM hat neun softwarebasierte Kunstwerke aus seiner Sammlung sowie ganz neue Werke junger Medienkünstler für seinen Auftritt ausgewählt. „Wir haben versucht, Neues zu entwickeln mit frischen Werken“, sagt ZKM-Kuratorin Livia Nolasco-Rozsas – ausschließlich digitale Kunstwerken, keine skulpturalen sollten es sein. Aus der ZKM-Kunstsammlung von mehreren Zehntausend Objekten, darunter Gemälde, Skulpturen, Video- und Medienkunst, richtet Nolasco-Rozsas den Fokus auf Medienkunst, die sich mit der ureigenen Funktion des Rechners beschäftigt und seinen Einsatzmöglichkeiten – wie er die Welt und den Menschen zu berechnen versucht.

Echte Porträts und computeranimierte künstliche Gesichter nicht mehr unterscheidbar

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Erstellt:
4. November 2020, 06:00 Uhr
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