Volle Konzentration auf den Klassenerhalt

Karlsruhe (red) – Der Urlaub ist Geschichte, seit Samstag bereitet sich der Fußball-Zweitligist Karlsruher SC auf die restlichen 16 Ligaspiele vor. Für die Badener zählt nur eins: der Klassenerhalt.

Alois Schwartz. Foto: Scheuber/GES

© GES/Alexander Scheuber

Alois Schwartz. Foto: Scheuber/GES

Von Hans Falsehr

Noch 134 Tage, sagte Präsident Ingo Wellenreuther am Samstag, beim Trainingsauftakt des Fußball-Zweitligisten Karlsruher SC, sind es bis zum 17. Mai, dem letzten, regulären Spieltag dieser Saison. „Danach wollen wir über dem Strich stehen“, also den Klassenerhalt geschafft haben. Um dieses Ziel zu erreichen, so der Clubchef weiter, müsse sich „jeder voll auf den KSC konzentrieren.“

In erster Linie natürlich die Spieler, die sich nach zwei Wochen Weihnachtsurlaub fast vollzählig im Wildpark zurückgemeldet hatten. Nur Kyoung-Rok Choi (Kreuzbandriss) und Janis Hanek (Adduktorenpro-
bleme) fehlten bei der ersten Trainingseinheit 2020, nach deren Abschluss Alois Schwartz seinen ersten Eindruck vom körperlichen Zustand seiner Schützlinge so formulierte: „Die Jungs haben ihre Hausaufgaben gemacht.“

Genauere Auskunft über die Fitness der Wildparkprofis werden die für heute angesetzten Laktattests geben. Um konditionell für den Kampf gegen den sofortigen Wiederabstieg gerüstet zu sein, wird der KSC in der ersten Woche seiner Vorbereitung auf die noch 16 Spiele der „Restrunde“ vorwiegend „an der Physis“ arbeiten, kündigte der Karlsruher Cheftrainer an. Denn in den vergangenen beiden Spielen vor Weihnachten – 1:5 gegen Greuther Fürth und 0:1 gegen Wehen Wiesbaden – war bei den Blau-Weißen „ein bissel die Luft raus“, wie Wellenreuther rückblickend sagte. Im Trainingslager (12. bis 19. Januar) stehe dann das Spiel gegen den Ball im Vordergrund, zudem gehe es darum, die individuellen Fehler abzustellen.

„Gemeinsam“ am großen Ziel arbeiten

Eine zentrale Voraussetzung, sich auch in der nächsten Saison „Zweitligist“ nennen zu können, besteht aber auch für Alois Schwartz darin, „gemeinsam“ am großen Ziel zu arbeiten. Seine Spieler müssten persönliche Ansprüche „nach hinten stellen“ und „Dinge ausblenden“. Gemeint sind vor allem wohl Befindlichkeiten bezüglich der Einsatzzeiten (zum Beispiel Anton Fink und Marvin Pourié) und Vertragsverhandlungen beziehungsweise Wechselabsichten (unter anderem Benjamin Uphoff und Marvin Wanitzek).

Außerdem gab Alois Schwartz einen Einblick in seine persönliche Situationsanalyse: „Wir sind jetzt – mit dem Großteil der Mannschaft – etwa zweieinhalb Jahre zusammen. Da schleifen sich verschiedene Sachen ein.“ Deshalb müsse man nun „die Sinne schärfen“. Zum Beispiel durch die Veränderung von „Kleinigkeiten“. Konkreter wurde der KSC-Coach diesbezüglich jedoch nicht – das bleibe „intern“, erklärte er.

Was personelle Änderungen in der Winterpause anbelangt, stellte sich Alois Schwartz hinter seine Spieler: „Diese Mannschaft hat mein Vertrauen. Sie hat das bisher gut gemacht.“ Außerdem könne der KSC auf dem Transfermarkt ohnehin nicht „groß in die Regale greifen“.

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Erstellt:
7. Januar 2020, 00:00 Uhr
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