„Ungedeckter Scheck aus ideologischen Gründen“

Stuttgart (bjhw) – Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) stellt sich hinter die Gemeinschaftsschulen im Land.

Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) ruft zur „Besonnenheit“ beim Thema Gemeinschaftsschulen auf. Foto: Weller/dpa

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Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) ruft zur „Besonnenheit“ beim Thema Gemeinschaftsschulen auf. Foto: Weller/dpa

Gerade in den Tagen, in denen die Eltern von Viertklässlern die Wahl der künftigen Schule treffen, sind Negativmeldungen bekannt geworden. Auch der Philologenverband, die Interessenvertretung der Gymnasiallehrkräfte, hat harsche Kritik an der 2012 von Grün-Rot eingefährten Schulform geäußert. Eisenmann reagiert mit einem Appell zur „Besonnenheit“. Es helfe „nicht weiter, wenn wir die Schularten gegeneinander ausspielen“, so die Ministerin, die auch CDU-Spitzenkandidatin für die Landtagswahl 2021 ist. Alle Angebote hätten „ihren Platz in der Bildungslandschaft, werden gefördert und unterstützt“. Dies gelte „selbstverständlich auch für die zwischenzeitlich mehr als 300 Gemeinschaftsschulen im Land, die durchaus gut nachgefragt werden“.

Philologenverband: Gemeinschaftsschulen als „Fass ohne Boden“

Für den Philologenverband sind die Gemeinschaftsschulen dagegen „finanziell ein Fass ohne Boden“. Zudem brächten sie keine besseren Leistungen der Schüler und Schülerinnen. Landeschef Ralf Scholl verlangt vom Kultusministerium „endlich ein tragfähiges pädagogisches Konzept“ und eine wissenschaftliche Untersuchung der Lernerfolge. Denn: „Hier wird aus ideologischen Gründen ein ungedeckter Scheck auf Kosten einer ganzen Schülergeneration ausgestellt.“

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der Donnerstagsausgabe des Badischen Tagblatts und im E-Paper.

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Erstellt:
12. Februar 2020, 15:07 Uhr
Lesedauer:
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