Thermofenster bei Daimler: Anwälte sehen gute Klagechancen

Karlsruhe/Baden-Baden (tas) – Der Einsatz eines Thermofensters ist per se noch nicht sittenwidrig, sagt der Bundesgerichtshof. Nun kommt es auf die Begründung durch Daimler an.

Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe hat sich mit dem sogenannten Thermofenster beschäftigt. Foto: Uli Deck/dpa

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Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe hat sich mit dem sogenannten Thermofenster beschäftigt. Foto: Uli Deck/dpa

Von Tobias Symanski

Nachdem der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe am Dienstag eine erste Entscheidung zum sogenannten Thermofenster von Daimler getroffen hat, sehen Verbraucher-Anwälte nun gute Chancen, für ihre Mandanten vor Gericht Schadensersatz zu erstreiten. „Der BGH hat den Vorgerichten bescheinigt, dass sie genauer hinsehen müssen“, sagt der Lahrer Rechtsanwalt Ralph Sauer dem BT.
Laut dem BGH reicht allein der Einsatz eines Thermofensters zwar nicht aus, um einen Schadensersatzanspruch wegen vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung zu begründen, selbst wenn das Thermofenster als unzulässige Abschalteinrichtung anzusehen ist. Trotzdem habe der Bundesgerichtshof mit seinem Beschluss den Weg für eine detailreiche Beweisaufnahme rund um die Abgasreinigung bei beanstandeten Fahrzeugen eröffnet.

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Erstellt:
27. Januar 2021, 19:30 Uhr
Lesedauer:
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