TVS Baden-Baden verpflichtet begehrten Linkshänder

Baden-Baden (moe) – Die Oberliga-Handballer des TVS 1907 Baden-Baden erhalten Verstärkung aus den Reihen des insolventen Drittligisten SG Nußloch. Die Sandweierer sicherten sich die Dienste von Maximilian Strüwing.

Co-Trainer Marius Merkel (links), Teamchef Simon Riedinger (Zweiter von links) und Sandro Catak (rechts) freuen sich über Neuzugang Maximilian Strüwing. Foto: TVS Baden-Baden

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Co-Trainer Marius Merkel (links), Teamchef Simon Riedinger (Zweiter von links) und Sandro Catak (rechts) freuen sich über Neuzugang Maximilian Strüwing. Foto: TVS Baden-Baden

Von Moritz Hirn

Der Anteil von Linkshändern in der Bevölkerung liegt zwischen zehn und 15 Prozent. So ist es zumindest in Statistiken nachzulesen. Im Handball ist der Wert etwas höher, nämlich rund 25 Prozent. Das liegt unter anderem daran, dass dort positionsspezifisch nach Linkshändern gesucht wird. Der TVS Baden-Baden hat nun einen Vertreter dieser selteneren Spezies gefunden, einen durchaus vielversprechenden obendrein. Simon Riedinger, sportlicher Leiter des TVS, bezeichnet den Transfer als „absoluten Glücksfall“.

Maximilian Strüwing soll mit sofortiger Wirkung die rechte Seite der Grün-Weißen verstärken und wechselt sozusagen aus der Konkursmasse des insolventen Drittligavertreters SG Nußloch zum mittelbadischen Oberligisten. Wie der Club gestern mitteilte, kommt der 20-Jährige, der vornehmlich für die Rechtsaußenposition vorgesehen ist, aus Rüppurr. Dort und in Stutensee verbrachte er seine Jugendjahre. In der vergangenen Saison war er unter dem aktuellen TVS-Trainer Sandro Catak beim Badenligisten SG Heidelsheim/Helmsheim aktiv.

Einsätze an der Seite von Ex-Weltmeister Zeitz

Nach seinem Wechsel in die dritte Liga zur SG Nußloch spielte er in der laufenden Runde – und bis zum Rückzug der SG vom Spielbetrieb Mitte der vergangenen Woche – an der Seite von Ex-Weltmeister Christian Zeitz und erzielte bei 21 Einsätzen 30 Feldtore. Strüwing geht die neue Aufgabe beim TVS Baden-Baden, für den er ab sofort spielberechtigt ist, mit viel Zuversicht an. „Ich stand auch nach meinem Wechsel nach Nußloch immer in Kontakt mit Sandro Catak und freue mich, dass es mit dem Wechsel geklappt hat. Ich will mit dazu beitragen, dass der TVS weiter erfolgreich ist“, wird Strüwing in der Vereinsmitteilung zitiert. Auch für die nächste Saison hat er bereits seine Zusage gegeben – ein Umstand, der durchaus als Qualitätsmerkmal der soliden Sandweierer Arbeit verstanden werden darf, denn dem Vernehmen nach waren auch die beiden deutlich solventeren Vereine TSG Pforzheim und SG Pforzheim/Eutingen an dem Talent interessiert.

„Weiteres Puzzleteil für die Zukunft“

Laut Riedinger passt der neue Mann genau ins Sandweierer Anforderungsprofil: „Maximilian Strüwing ist jung, ehrgeizig und entwicklungsfähig. Die Verpflichtung ist ein weiteres Puzzleteil bei der Zusammenstellung der Mannschaft für die Zukunft. Ich bin sehr zufrieden, dass er uns die Zusage auch über diese Runde hinaus gegeben hat.“

Alle Spieler bleiben an Bord

Das hat im Übrigen nicht nur Strüwing getan: Wie Riedinger auf BT-Nachfrage bestätigte, haben auch alle anderen Spieler bereits grünes Licht für ein weiteres Jahr im grünen Trikot gegeben. Kein Geheimnis ist derweil, dass die Verantwortlichen des TVS auch gerne Jeremias Seebacher als Alternative auf der Spielmacherposition verpflichtet hätten. Trotz dessen Absage sieht sich Riedinger aber nicht unter Zugzwang: Man sei auf keinen Fall in der Situation, dringend auf dem Transfermarkt tätig werden zu müssen, schon gar nicht „auf Teufel komm raus“. Sollte der TVS dennoch aktiv werden, dann nur, „wenn es 100-prozentig passt“, betont Riedinger.

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Erstellt:
19. Februar 2020, 00:30 Uhr
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