Sturmtief ruft Betrüger auf den Plan

Baden-Baden/Karlsruhe (ml) – Sturmtief „Sabine“ hat Spuren hinterlassen. Beschädigte Dächer oder verwüstete Gärten etwa. Die Polizei warnt: Das ruft nun vermehrt falsche Handwerker auf den Plan.

Abgedeckte Dächer sind einige der Folgen von Sturmtief „Sabine“. Das Ereignis ruft auch Betrüger auf den Plan. Symbolfoto: Tobias Hase/dpa/Archiv

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Abgedeckte Dächer sind einige der Folgen von Sturmtief „Sabine“. Das Ereignis ruft auch Betrüger auf den Plan. Symbolfoto: Tobias Hase/dpa/Archiv

„Nach dem Sturmtief der vergangenen Tage bewerben erfahrungsgemäß auch wieder vermehrt Betrüger ihre Haustürgeschäfte. So werden beispielsweise spontane Handwerkerleistungen, wie das Dach am Haus neu zu decken oder auf Schäden zu untersuchen angeboten. Ihre Opfer sind häufig Menschen, die tagsüber zuhause sind“, warnt das Referat Prävention des Polizeipräsidiums Karlsruhe. Sie raten zum Misstrauen, wenn nun plötzlich vermeintliche Handwerker an der Haustür auftauchen und ihre Opfer mit Schnäppchen oder Gratisangeboten locken wollen.

„Tatsächlich sofort angefangene Arbeiten am Haus dienen nur als Täuschung und werden nicht beendet. Das Opfer wird als Auftraggeber jedoch um die Zahlung der bereits geleisteten Reparaturen gebeten“, berichten die Beamten aus ihrer Praxis.

Die Polizei rät daher bei Haustürgeschäften:

- Kaufen oder unterschreiben Sie niemals etwas an der Haustür. Die angebotenen Gegenstände oder Handwerkerleistungen sind meist nurgeringwertig oder gar wertlos.

- Lassen Sie unaufgefordert kommende „Vertreter“ und angebliche Handwerker nicht in Ihre Wohnräume.

Im Zweifelsfall die Polizei informieren

Im Bereich des Polizeipräsidiums Offenburg kam es in den vergangenen Tagen noch zu keinem vermehrten Auftreten falscher Handwerker, wie die Pressestelle auf BT-Anfrage berichtete. Hier waren in jüngster Vergangenheit vor alllem Betrüger als falsche Polizisten oder vermeintliche Verwandte aufgetreten. Ob dubiose Haustürgeschäfte, falsche Polizisten oder angebliche Verwandte: Misstrauen ist angebracht - und im Zweifelsfall eine Information an die echte Polizei unter der Rufnummer 110, rät man auch in Offenburg.

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Erstellt:
18. Februar 2020, 16:00 Uhr
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