Strompreis steigt im Land vergleichsweise stark

Heidelberg (lsw) - Im bundesweiten Vergleich ist der Strompreis in Baden-Württemberg mit am höchsten gestiegen. Im Südwesten mussten Kunden im vergangenen Jahr 2,9 Prozent mehr bezahlen, wie das Vergleichsportal Verivox ermittelte.

In Baden-Württemberg wurde Strom deutlich teurer als in anderen Bundesländern. Symbolfoo: Ralf Hirschberger/dpa

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In Baden-Württemberg wurde Strom deutlich teurer als in anderen Bundesländern. Symbolfoo: Ralf Hirschberger/dpa

Deutschlandweit stiegen die Stromkosten im Vergleich zum Vorjahr um 1,4 Prozent. Vor Baden-Württemberg weisen nur das Saarland und Nordrhein-Westfalen einen höheren Anstieg auf. Mit durchschnittlich 1.235 Euro an jährlichen Stromkosten bezahlen Verbraucher in Baden-Württemberg bei einem Jahresverbrauch von 4.000 Kilowattstunden bundesweit mit am meisten.

Gründe für die unterschiedlichen Strompreise in Deutschland sind regional unterschiedliche Kosten, die Stromanbieter dem Netzbetreiber zahlen müssen. In Baden-Württemberg sind die Netzentgelte zum Vorjahr um 4,3 Prozent gestiegen. Zusätzlich sorgt die erhöhte EEG-Umlage für Mehrkosten. Preise im Großhandel seien zwar unter anderem wegen der Corona-Krise gesunken - weil Versorger aber langfristig einkauften, wirke sich der niedrige Preis erst später für Verbraucher aus.

Es geht aber auch anders: In Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Bayern ist der Strom laut Verivox günstiger geworden. Die Preise entwickelten sich in Ost und West unterschiedlich: Während sie im Westen bei einem Jahresverbrauch von 4.000 Kilowattstunden durchschnittlich um 1,7 Prozent anzogen, sanken sie im Osten um 0,2 Prozent. Jahrelang sei dies umgekehrt gewesen.

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23. Mai 2020, 11:00 Uhr
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