Straßburger „Musica“ startet Mitte September

Straßburg (red) – Das Straßburger Herbstfestival „Musica“ soll Mitte September starten. Unter anderem sind moderne Musik und Pop-Opern-Klänge geplant, die meisten Termine sind aber noch unklar.

Die Rheinoper will Calixto Bieitos Ibsen-Inszenierung von „Peer Gynt“ mit Edvard Griegs Musik zum Festival beisteuern.  Foto: Philipp von Ditfurth/dpa

© dpa

Die Rheinoper will Calixto Bieitos Ibsen-Inszenierung von „Peer Gynt“ mit Edvard Griegs Musik zum Festival beisteuern. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa

Von Kurt Witterstätter

In Umrissen hat der neue Leiter von Straßburgs zeitgenössischem Herbstfestival „Musica“, Stéphane Roth (38), seine zweite Neutöner-Folge online vorgestellt. Noch bleibt ja ungewiss, in welchem Umfang das 38. Musica-Festival vom 17. September bis 3. Oktober stattfinden kann.
Immerhin: Das Gerüst ist gegeben. Esoterisch-abgehobene Moderne ist Roths Sache abermals nicht. Moderne Klangbilder sollen im Alltag auftönen. Auch wenn Roth wegen der Corona-Epidemie planen, verwerfen, ummodeln und neu konzipieren musste. Schwerpunkte sind diesmal mit Namen von Komponisten und Szene-Akteuren wie Altmeister Georges Aperghis, dem Belgier Thierry De Mey, dem Dänen Simon Steen-Andersen, dem japanischen Video-Klang-Mixer Ryoji Ikeda und dem 1983 verstorbenen deutschen Pop-Opern-Grenzgänger Klaus Nomi auszumachen. Dabei wird deutlich, dass Roth keine Berührungsängste zwischen moderner Tonsprache und Alltagskultur hat. Musikstars wie die Pianisten Bertrand Chamayou und Wilhem Latchoumia, die Harfenistin Frédérique Cambreling, die Cellistin Pauline Bartissol und Rezitator Alvin Lucier sind angekündigt.
Fest stehen bereits die Eröffnungskonzerte am 17. und 18. September in der Wandelhalle im Musikpalais zwischen Erasmus- und Schweitzer-Saal, wo die Hörer nicht dicht an dicht sitzen müssen. Die Programme gehen unter Léo Warynski und Baldur Brönimann von Stockhausens „Stimmung“, mit der der Kölner 1968 den Übergang von der seriellen zur konkreten Musik einläutete, über Ryoji Ikedas Percussions-Duo bis zu Simon Steen-Andersens Klavierkonzert von 2014 mit der Einspielung eines herabstürzenden Flügels, der mit dem Solisten Nicolas Hodges ein Kaleidoskop von Beethovens Tastendynamik im Jubeljahr bis zu John Cages präpariertem Klavier geben soll.

Viele Straßburger Kulturstätten als Festivalorte

Um diesen Artikel weiterzulesen, müssen Sie ein Login für BT Digital haben.
Sie sind bereits registriert? Dann melden Sie sich bitte hier an.
Sie interessieren sich für einen BT Digital Zugang? Dann finden Sie hier unsere Angebote.

Zum Artikel

Erstellt:
4. August 2020, 07:30 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 20sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Orte