Schaeffler schafft 500 neue Stellen in Bühl

Bühl (vo) – Der Automobil- und Industriezulieferer Schaeffler will 4.400 Stellen abbauen. Auch das Automotive-Werk in Bühl ist betroffen, dort sollen aber auch 500 neue Stellen geschaffen werden.

Der Automobilzulieferer Schaeffler will 4.400 Stellen abbauen – auch am Standort Bühl. Archivfoto: Daniel Karmann/dpa-avis

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Der Automobilzulieferer Schaeffler will 4.400 Stellen abbauen – auch am Standort Bühl. Archivfoto: Daniel Karmann/dpa-avis

Von Jürgen Volz

Der Automobil- und Industriezulieferer Schaeffler will bis Ende 2022 wegen der Krise in der Automobilindustrie 4.400 weitere Stellen in Deutschland und Europa abbauen. Betroffen seien zwölf Standorte in Deutschland und zwei weitere im europäischen Ausland, teilte Schaeffler in Herzogenaurach mit. Zu den betroffenen Standorten gehört auch der in Bühl. Wie viele Stellen dort wegfallen sollen, gab Schaeffler nicht bekannt. Zunächst soll darüber in einer Mitarbeiterversammlung informiert werden, hieß es aus der Konzernzentrale. Die Planung sieht vor, die Verwaltungsbereiche der Zentralfunktionen und der Sparten zu reduzieren. Die betrifft vor auch Bühl. Die Umsetzung erfolge sozialverträglich, so der Zulieferer.

Gleichzeitig gibt es auch eine gute Nachricht: Der Standort, Sitz der Sparte Automotive OEM, wird als Kompetenzzentrum für E-Mobilität und die Serienfertigung von Elektromotoren ausgebaut. In diesem Zusammenhang sollen zusätzlich 500 Stellen entstehen, die in der ursprünglichen Planung zunächst für den Standort Szombathely in Ungarn vorgesehen waren.

Schaeffler hatte bereits 2018 mit einem Sparprogramm begonnen, seitdem wurden drei Standorte verkauft. Im September 2019 legte das Unternehmen ein Programm auf, um Stellen auf freiwilliger Basis abzubauen – im Mai wurde es wegen der Corona-Krise noch ausgeweitet. Seit Ende 2018 schrumpfte die Belegschaft nach Unternehmensangaben bereits von knapp 92.500 auf 84.200 Stellen, ein Rückgang um knapp neun Prozent.

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Erstellt:
9. September 2020, 16:05 Uhr
Aktualisiert:
9. September 2020, 17:15 Uhr
Lesedauer:
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