Rhinos gewinnen gegen Favoriten Zweibrücken

Von Andy Mauderer

Hügelsheim (ndm) – Eishockey-Regionalligist Hügelsheim schießt bei seiner Heimpremiere den Favoriten Zweibrücken mit 7:4 aus der Arena.

Rhinos gewinnen gegen Favoriten Zweibrücken

Blau-gelbe Wand: Die Defensive der Rhinos um Goalie Max Häberle (Mitte) macht die Schotten dicht. Foto: Frank Vetter

Eine rundum gelungene Heimpremiere erlebte der ESC Hügelsheim am Samstagabend beim Topspiel in der Eishockey-Regionalliga gegen die Hornets aus Zweibrücken. Mit 7:4 (1:1/3:1/3:2) behaupteten sich die Nashörner gegen die favorisierten Stechtiere. Den rund 350 Fans in der nach Corona-Regeln ausverkauften Eisarena attestierte der Rhinos-Marketingbeauftragte Rainer Weinbrecht ein „vorbildliches Verhalten“.

Vom ersten Bully weg spiegelte sich die Handschrift des neuen ESC-Coachs Cedrick Duhamel auf dem Eis: Mit enormem Tempo drückten die Rhinos die Hornissen geradezu in die eigene Zone. Der fleißige Tscheche Martin Vachal, der gut aufgelegte Mirco Majewski und Abwehrchef Philip Rießle hätten in den ersten sieben Minuten schon drei Tore erzielen können. Da kam den Hornets eine Hügelsheimer Strafzeit gerade recht, um sich im Spiel anzumelden, doch der hartnäckig nachsetzende Iven Rösch zwang EHC-Goalie Konstantin Mayer zu einer Befreiungstat, die der Schlussmann gegen das Bein von Rösch und von dort kurios ins eigene Tor zur Nashorn-Führung bugsierte (9.). Tatsächlich brachte das andauernde Überzahlspiel die Gäste in Fahrt, und nach Ablauf der Strafzeit traf Lukas Sawicki unbedrängt vor Max Häberle zum Ausgleich (11.).

Rhinos bleiben trotz Rückschlägen stark

Im Mitteldrittel legten die Rhinos erneut stark los. Jonathan Koch aus dem Gewühl (23.), der nicht gerade für das Toreschießen bekannte Neuzugang Dominik Dech in Überzahl (25.) aus dem Rückraum („Ich war beim Torjubel komplett überfordert“) sowie der Kapitän Daniel Steinke in der 27. Minute stellten auf 4:1. Den aufkeimenden Frust kanalisierte Zweibrückens Cedrick Striepeke in einen harten Bandencheck, für den der Neuzugang aus Eppelheim zurecht mit einer Spieldauerstrafe belangt wurde. Das Schiedsrichtergespann ahndete in der Folge auf beiden Seiten kleinlich, was den Gästen in einer Vier-gegen-Drei-Überzahl den Ausgleich durch Christian Werth (30.) einbrachte.

Im Schlussakt stachen zuerst die Hornets zu: Lukas Sawicki und Fabian Fellhauer egalisierten binnen 50 Sekunden (43.) zum 4:4. „Letztes Jahr noch wären wir nach dem Ausgleich eingebrochen und hätten 10:4 verloren. Doch heute glauben die Spieler an das, was ihnen der Trainer vorgibt und halten daran fest, auch wenn es Rückschläge gibt“, lobte Sportvorstand Pascal Winkel Trainer Duhamel sowie das Team gleichermaßen. Jedes Nashorn machte fortan einen Schritt mehr. Einem kurzen offenen Schlagabtausch ließ Björn Groß die neuerliche Führung folgen, als er seinen eigenen Abpraller aufnahm und den inzwischen eingewechselten Torhüter Steven Teucke mit der Rückhand überwand (49.). Nur 100 Sekunden später stand Simon Klemmer in Überzahl goldrichtig, um aus spitzem Winkel nachzusetzen. Nun spielten sich die Rhinos in einen Rausch: Nach klasse Puck-Eroberung durch Vachal war erneut Steinke zur Stelle und markierte den Endstand in einem furiosen Spiel.