Polizeistatistik: Weniger Unfälle

Mittelbaden (red) – Die momentane Situation wirkt sich zumindest im Bereich der Unfallzahlen positiv aus. Das teilt das Polizeipräsidium Offenburg mit.

Die Polizei verzeichnet zwar weniger Unfälle insgesamt, doch mehr Unfälle mit Radfahrern. Symbolfoto: Bernd Thissen/dpa

© dpa

Die Polizei verzeichnet zwar weniger Unfälle insgesamt, doch mehr Unfälle mit Radfahrern. Symbolfoto: Bernd Thissen/dpa

In der Zeit vom 20. März bis zum 19. April haben laut Mitteilung im Vergleich zu den letzten Jahren weniger als halb so viele Unfälle stattgefunden. „Diese Entwicklung hängt wahrscheinlich hauptsächlich mit den Schließungen durch die Corona-Verordnung und dem damit stark gesenkten Verkehrsaufkommen zusammen“, schreibt die Polizei.

Mehr Unfälle mit Fahrrädern

Auffällig sei gewesen, dass der Anteil der Unfälle mit Personenschäden zwar zugenommen habe, aber der Anteil an Unfällen mit schweren Personenschäden abgenommen. Unfälle unter dem Einfluss von Alkohol hätten überdurchschnittlich abgenommen. Beachtlich sei zudem, dass der Anteil von Unfällen, bei denen E-Bikes oder Fahrräder involviert waren, sich im Vergleich zum letzten Jahr verdoppelt hätten. Es sei davon auszugehen, dass diese Entwicklung mit einem erhöhten Freizeitverkehr im Zusammenhang steht.

Die Polizei empfiehlt deshalb das Tragen eines Fahrradhelms. Mehr als die Hälfte aller bei Unfällen verstorbenen Radfahrer in Baden-Württemberg waren laut Polizei ohne Helm unterwegs. Durch einen Helm ließen sich schwere Kopfverletzungen mit meist katastrophalen Folgen beim Unfall mit dem Rad vermeiden oder mildern. Der Helm solle auch nicht nur auf Langstrecken getragen werden, denn viele Radunfälle würden innerorts und auf Kurzstrecken geschehen, heißt es weiter.

Zum Artikel

Erstellt:
23. April 2020, 14:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 36sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.