Polizei zieht positive Bilanz

Baden-Baden (red) – Auf eine insgesamt friedliche Narrenzeit blickt die Polizei zurück. So weist die Bilanz des Polizeipräsidiums Offenburg keine sexuellen Übergriffe und weniger Alkoholfahrten aus.

Mehr als 150 Veranstaltungen wurden von der Polizei im Bereich des Präsidiums Offenburg begleitet. Symbolfoto: Stefan Sauer/dpa/Archiv

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Mehr als 150 Veranstaltungen wurden von der Polizei im Bereich des Präsidiums Offenburg begleitet. Symbolfoto: Stefan Sauer/dpa/Archiv

„In Anbetracht der über 150 Veranstaltungen, die im Präsidiumsbereich polizeilich begleitet wurden, wollen wir uns in der Summe nicht beschweren“, wird Polizeipräsident Reinhard Renter in einer Mittelung zitiert. Ganz besonders erfreulich sei, dass innerhalb des Zuständigkeitsbereichs des Polizeipräsidiums kein sexueller Übergriff aktenkundig geworden ist.

Gänzlich konnten die üblichen „Begleitdelikte“, wie Beleidigungen, Körperverletzungen oder Widerstände gegen Vollstreckungsbeamte aber nicht verhindert werden. „Im Verhältnis zu den tausenden Besuchern und Hästrägern bei den vielen Jubiläumsveranstaltungen kann unter dem Strich aber ein überaus positives Resümee gezogen werden. In vielen Fällen gingen die Brauchtumsveranstaltungen ohne bekannt gewordenen Ordnungswidrigkeiten oder Straftaten über die Bühne“, stellten die Ordnungshüter am Aschermittwoch fest.

Ruhige Tage in Baden-Baden und Rastatt

Besonders erfreulich sei die Narrenzeit unter anderem in Baden-Baden verlaufen, wo es keine nennenswerten Vorkommnisse gab. In diesem Zusammenhang verweist das Präsidium nochmals darauf, dass der Ooser Umzug am Fastnachtsdienstag allein den schlechten Wetterprognosen zum Opfer fiel und daher vom Veranstalter abgesagt wurde. Aus polizeilicher Sicht habe der Durchführung des traditionellen Events nichts im Wege gestanden.

Nicht ganz so ruhig ging es beim Dämmerungsumzug und dem vierten Schnurren in Hörden sowie bei den Umzügen in Bad Rotenfels und Bischweier zu. Dort waren einige alkoholisierte und aggressive Personen anzutreffen. Im Rahmen polizeilicher Kontrollen und Maßnahmen wurden die Einsatzkräfte teilweise beleidigt. Ebenso mussten einzelne Körperverletzungsdelikte und ein Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte bearbeitet werden.

Die Leitung des Polizeireviers Rastatt berichtet von unproblematischen Tagen ohne spektakuläre Vorfälle. Lediglich in Au am Rhein wurde kleinere Rangeleien geschlichtet.

Generell standen präsidiumsweit punktuell alkoholisierte und auf Krawall gebürstete Jugendliche sowie junge Erwachsene im Fokus. Kein neues Phänomen in der Fastnachtszeit, aber eines, dem es mit entsprechendem Personaleinsatz entgegenzuwirken gelte, wie die Polizei betont. „Ich möchte hier nicht von sogenannten Umzugscrashern sprechen, weil kein Umzug in seinem Ablauf gestört oder verhindert wurde“ berichtet Renter. Die teilweise stark unter Alkoholeinfluss stehenden jungen Leute, die oftmals herzlich wenig Interesse am närrischen Brauchtum zeigten, hätten die Einsatzkräfte aber kontinuierlich auf Trab gehalten.

Konsequente Vorkontrollen

Mit Unterstützung der Bundespolizei und Kräften des Polizeipräsidiums Einsatz sei es den Ordnungshütern gelungen, durch Vorkontrollen ein Großteil sich anbahnender Reibereien bereits im Keim zu ersticken. Das Aussprechen von Platzverweisen sowie die Konfiszierung von hochprozentigem Alkohol hätten sich bewährt. Allein im Revierbereich Bühl wurden zusammen mit den kommunalen Halt-Teams (Hart am Limit) rund 40 Liter Alkohol entsorgt. Trotz starkem Personaleinsatz mit vielen Jugendschutzstreifen mussten allerdings immer wieder Jugendliche und junge Erwachsene infolge übermäßigem Alkoholkonsums medizinisch versorgt und/oder in die Obhut von Angehörigen übergeben werden.

Entspannt hat sich das Thema Alkohol am Steuer: Die seit Anfang Februar erfassten Fälle von Trunkenheits- und Drogenfahrten waren in der Gesamtheit im Vergleichszeitraum zum Vorjahr rückläufig. In Zahlen ausgedrückt heißt das: 21 Alkoholfahrten und sieben Verkehrsunfälle unter Alkohol- beziehungsweise Drogenbeeinflussung weniger. Die Zahl der reinen Drogenfahrten blieb hingegen konstant.

Friedlicher Umzug in Karlsruhe

Auch die Karlsruher Polizei zieht eine insgesamt positive Bilanz. Beim Faschingsumzug, den sich am Dienstagnachmittag schätzungsweise 50 000 Besucher anschauten, wurden insgesamt fünf Straftaten registriert. Von den eingesetzten Jugendschutzteams wurden insgesamt 302 alkoholisierte Jugendliche angesprochen. Sechs Jugendliche mussten in die Obhut ihrer Eltern gegeben werden und zwei Jugendliche wurden an den Sanitätsdienst überstellt. Die höchste festgestellte Alkoholisierung lag bei einer 16-Jährigen bei 1,54 Promille sowie bei einem 16-Jährigen bei 1,78 Promille, teilte das Polizeipräsidium Karlsruhe mit.

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Erstellt:
26. Februar 2020, 12:23 Uhr
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