Pilz lässt Platanenblätter fallen

Baden-Baden (vn) – Herbststimmung im Juni: Apiognomonia veneta sorgt zwar für Alarmmeldungen in mehreren Kommunen, bringt die Platanen aber nicht um.

Lichtes Grün statt dichtes Blätterdach: In Rastatt stößt man an einigen Stellen auf solche Bäume.Foto: Stadt Rastatt

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Lichtes Grün statt dichtes Blätterdach: In Rastatt stößt man an einigen Stellen auf solche Bäume.Foto: Stadt Rastatt

Von BT-Redakteur Volker Neuwald

Platanen sind ein fester Bestandteil des innerstädtischen Grüns im Südwesten. Doch vielerorts erkennt man beim Blick in die Baumkronen derzeit braune Blätter und herabhängende Triebe, während das schon abgeworfene Laub wie im Herbst auf dem Boden raschelt. Verantwortlich dafür ist ein Pilz mit einem schwer auszusprechendem Namen: Apiognomonia veneta.
Alarmmeldungen gibt es seit Jahren immer mal wieder, aktuell aus Berlin, aber auch aus Tübingen, Konstanz und Ettlingen, um nur wenige Beispiele zu nennen. Die Krankheit hat viele Namen: Blattbräune, Zweigkrebs, Platanenkrebs oder Platanenwelke. Die gute Nachricht: „Der Pilz bringt die Bäume nicht um, er schwächt sie“, weiß Stefan Ruge, Professor für Botanik und Waldbau-Grundlagen an der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg. „Mithilfe der Blätter, die später austreiben, überleben die Bäume.“ Für Menschen ist der Pilz ungefährlich. „Es könnte nur zur Reizung der Schleimhäute kommen, wenn das Laub wie etwa beim Fegen aufgewirbelt wird“, erklärt der Naturschutzbund NABU.

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