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Baden-Baden (tt) – Der baden-württembergische FDP-Spitzenkandidat zur Bundestagswahl, Michael Theurer, äußert sich im BT-Interview über Freiheit, Klimaschutz und Steuersenkungen.

Michael Theurer ist Landeschef und Spitzenkandidat der Südwest-Liberalen. Foto: Christoph Schmidt/dpa

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Michael Theurer ist Landeschef und Spitzenkandidat der Südwest-Liberalen. Foto: Christoph Schmidt/dpa

Von Thomas Trittmann

Der Spitzenkandidat der baden-württembergischen FDP für die Bundestagswahl, Michael Theurer, kennt alle Ebenen des Politikbetriebs. Noch als Student wurde er 1994 zum Oberbürgermeister von Horb gewählt und war mit seinen 27 Jahren der jüngste OB Deutschlands. Er blieb Stadtoberhaupt bis 2009, wurde dann ins Europaparlament gewählt, von wo aus er wiederum nach zwei Legislaturperioden 2017 in den Bundestag wechselte. Mit BT-Redakteur Thomas Trittmann sprach Theurer über die Freiheit, den Rechtsstaat und die Bedrohungen, denen sie ausgesetzt sind.
BT: Herr Theurer, ein zentraler Begriff der FDP-Wahlkampagne ist „Freiheit“. Ist unsere Freiheit in Gefahr, sodass sie einer Beschützerin bedarf?
Michael Theurer: Die Corona-Pandemie hat den Wert der Freiheit deutlich ins Bewusstsein gebracht. Es waren ja nicht nur die Reisefreiheit, die Bewegungsfreiheit, die Vereinigungsfreiheit eingeschränkt – sondern auch die Versammlungsfreiheit, die unternehmerische Freiheit und das Privateigentum. Wir als FDP haben immer darauf gedrängt, die Pandemie unbedingt mit rechtsstaatlichen Mitteln zu bekämpfen. Einschränkungen von Freiheitsrechten müssen immer verhältnismäßig sein, und das war in der Pandemie nicht immer gegeben.

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