Neue Auflagen: Was ist erlaubt, was nicht?

Stuttgart (lsw/red) – In Baden-Württemberg gelten ab dem heutigen Samstag striktere Corona-Auflagen. Was ist noch erlaubt - und was verboten? Hier gibt es einen Überblick:

Der Friseurbesuch wird wohl auch den Corona-Auflagen zum Opfer fallen. Symbolfoto: Erwin Scheriau/dpa

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Der Friseurbesuch wird wohl auch den Corona-Auflagen zum Opfer fallen. Symbolfoto: Erwin Scheriau/dpa

Einkaufen ja, aber Shoppen bitte nicht. Manches ist noch unklar oder offen, manches kann sich auch wieder oder noch ändern. Was bislang klar ist und seit dem heutigen Samstag in Baden-Württemberg gilt:

Wie viele Menschen darf ich noch treffen?
Nachts niemanden außerhalb des eigenen Haushalts - es sei denn, man muss zum Beispiel zur Arbeit oder zum Arzt. Das abendliche Bier bei Freunden geht ab sofort nicht mehr. Tagsüber - das ist definiert als die Zeit von 5 bis 20 Uhr - dürfen weiterhin privat wie öffentlich maximal fünf Menschen aus zwei Haushalten sowie Verwandte in gerader Linie (Großeltern-Eltern-Kinder) und Partner zusammenkommen. Kinder bis einschließlich 14 Jahre sind hiervon ausgenommen. Man kann also zum Beispiel seine Eltern besuchen.

Was ist mit Bewegung im Freien?
Sport und Bewegung an der frischen Luft sind ausschließlich alleine, mit Angehörigen des eigenen Haushalts oder mit einer weiteren nicht im selben Haushalt lebenden Person gestattet. Diese Regelungen gelten für ganz Baden-Württemberg ab Samstag und für vorerst vier Wochen.

Weihnachtseinkäufe sind noch möglich

Was ist mit Weihnachten?
Hier gilt nach wie vor die Regel, dass sich vom 23. bis 27. Dezember zehn Menschen aus verschiedenen Haushalten treffen dürfen. Kinder werden auch dabei ausgenommen. Allerdings macht Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hier ein dickes Fragezeichen dahinter. Am Sonntag ist nochmals eine Treffen der Länderchefs mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU). Dann könnte sich hier noch etwas ändern. Gottesdienste sind nach jetzigem Stand noch erlaubt.

Kann ich meine Weihnachtseinkäufe noch erledigen?
Ja. Alle Geschäfte bleiben geöffnet. Das gilt also nicht nur für den Lebensmittelhandel, sondern auch für alle übrigen Geschäfte. Alelrdings rät Kreschmann vom Schaufensterbummeln ab. Man solle gezielt einkaufen und dann möglichst schnell wieder nach Hause gehen.

Was ist mit den Schulen?
Schulen, Kitas, Unis und Hochschulen bleiben offen: An den bestehenden Regeln wird erstmal nichts geändert. Es sei denn, die Bund-Länder-Runde beschließt am Sonntag etwas anderes.

Friseurbesuche werden bald nicht mehr klappen

Kann ich zum Friseur gehen?
Noch ja. Es sei denn, man lebt in einem Hotspot, in dem schon Friseursalons schließen mussten. Für alle anderen ändert sich die Lage aber ziemlich sicher auch bald. Kretschmann kündigt an, dass sich Bund und Länder auf Schließungen von Friseurbetrieben, Barbershops, Sonnenstudios und Sportanlagen einigen wollen. Diese sollen ab Dienstag in Kraft treten. Auch einen bundesweiten Lockdown nach Weihnachten bis zum 10. Januar hält er für ausgemachte Sache.

Wird es wieder Grenzschließungen geben?
Auch das ist noch offen und soll am Sonntag besprochen werden. Sowohl was die Grenzen etwa nach Frankreich und in die Schweiz angehe, als auch zwischen den Bundesländern. Gerade weil die Infektionslage im Süden Deutschlands gleichermaßen hoch ist, will Kretschmann vor allem mit Bayern viele Übereinstimmungen bei den Maßnahmen finden, damit man nicht wie im Frühjahr auf der einen Seite der Grenze zum Beispiel in den Baumarkt gehen kann, auf der anderen aber nicht.

Kann ich noch Glühwein im Freien trinken?
Dieses Jahr gibt es keinen Budenzauber mehr. Der Ausschank und Konsum von Alkohol an öffentlichen Orten, an denen sich Menschen entweder auf engem Raum oder längere Zeit aufhalten, ist verboten.

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Erstellt:
12. Dezember 2020, 11:20 Uhr
Lesedauer:
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