Nach Sturmtief: Lage normalisiert sich

Stuttgart (lsw/red) - Die Lage rund um das Sturmtief Sabine hat sich am Dienstagmorgen in Baden-Württemberg entspannt. Auch bei der Deutschen Bahn und regionalen Nahverkehrsanbietern lief es wieder weitgehend nach Fahrplan.

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Die Lage rund um das Sturmtief Sabine hat sich am Dienstagmorgen in Baden-Württemberg entspannt. Auch bei der Deutschen Bahn und regionalen Nahverkehrsanbietern lief es wieder weitgehend nach Fahrplan.

„Wir hatten noch etwa 60 Verkehrswarnmeldungen in der Nacht, dabei sind uns aber bislang keine größeren Schäden gemeldet worden“, sagte ein Sprecher des Landesinnenministeriums am Dienstagmorgen. Dabei handle es sich hauptsächlich um einzelne Straßensperrungen, die noch andauerten. Auch verschiedene Polizeipräsidien bestätigten eine ruhigere Situation im Land: „Wir hatten nur noch Einsätze im niedrigen zweistelligen Bereich“, sagte ein Polizeisprecher aus Offenburg. Auch in Konstanz gingen die Einsätze zurück.

„Auf den stark frequentierten Strecken der Deutschen Bahn gibt es mittlerweile keine witterungsbedingten Einschränkungen mehr“, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn am Dienstagmorgen. Auch die S-Bahn in Stuttgart fahre wieder regelmäßig und nach Plan. Auf anderen Strecken gibt es aber noch Sperrungen: Am Dienstagmorgen waren nach Bahnangaben kleinere Streckenteile der Schwarzwaldbahn, der Höllentalbahn, der Drei-Seen-Bahn und der Gäubahn gesperrt.

Das Wetter bleibt stürmisch

Allerdings bleibt auch nach dem Durchzug von Sabine das Wetter im Südwesten Deutschlands stürmisch. Vor allem im Schwarzwald ist am Dienstagmorgen weiterhin mit orkanartigen Böen mit Geschwindigkeiten um 105 Kilometer pro Stunde zu rechnen, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. „Es muss immer noch mit Böen der Windstärke zehn gerechnet werden“, sagte ein DWD-Sprecher am Dienstagmorgen. Vor allem schon zuvor vom Sturm gelöste Gegenstände und Bäume könnten dann immer noch umstürzen. Im Laufe des Tages soll der Wind jedoch schwächer werden. In der Nacht zum Mittwoch werden noch Böen zwischen 60 und 70 Stundenkilometern erwartet, im Hochschwarzwald gibt es weiterhin Sturmböen bis 90 Stundenkilometer.

„Wir befinden uns immer noch in einer polaren Kaltluft, weshalb auch Gewitter möglich sind“, sagte der Sprecher. Zum Teil kommt es auch in den tieferen Lagen zu Schnee, Schneeregen oder Graupel. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen einem Grad auf der Alb und zehn Grad am Oberrhein. In der Nacht zum Mittwoch nehmen die Schauer zu, teils bis in die Niederungen kommt es zu Schneeregen oder Schnee. Die Meteorologen warnen deshalb vor Glätte. Örtlich wird es blitzen und donnern.

Einen ausführlichen Bericht über die Folgen von Sturmtief Sabine in Mittelbaden finden Sie auf einer Sonderseite in der Dienstagsausgabe des Badischen Tagblatts und im E-Paper.

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Erstellt:
11. Februar 2020, 09:02 Uhr
Lesedauer:
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