Murat hat ein neues Zuhause im Tierpark Oberwald

Karlsruhe (red) – Jeden ersten Samstag im Monat präsentiert das BT mit dem Zoo Karlsruhe ein Zootier. Unter der Rubrik „Im Zoo zu Hause“ lernen Kinder im August Trampeltierhengst Murat kennen.

Murat teilt sich ein großes Naturgehege mit Trampeltier-Dame Amina. Foto: Maike Franzen/Zoo Karlsruhe

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Murat teilt sich ein großes Naturgehege mit Trampeltier-Dame Amina. Foto: Maike Franzen/Zoo Karlsruhe

Mein Name ist Murat, ich bin ein Trampeltierhengst und lebe im Tierpark Oberwald, der zum Zoo Karlsruhe gehört. Gemeinsam mit meiner Trampeltier-Dame Amina bewohne ich ein sehr großes Naturgehege. Dort lebe ich aber erst seit einem Monat.

Trampeltier aus einem Zirkus wieder aufgepäppelt

Denn ursprünglich komme ich aus einem Zirkus in der Schweiz, der Ende vergangenen Jahres pleite gegangen ist. Zu der Zeit ging es mir überhaupt nicht gut, da ich zu wenig zu essen bekommen habe. Im Kamelhof Olmerswil habe ich zum Glück ein vorübergehendes Zuhause gefunden.

Dort musste ich aufgepäppelt werden. In einem halben Jahr habe ich rund 100 Kilogramm zugenommen und damit wieder Normalgewicht erreicht. Auch die Menschen auf dem Kamelhof waren sehr lieb zu mir – und ich zu ihnen. Nicht alle Trampeltierhengste mögen Menschen, ich aber sogar sehr.

Zwei Höcker als Energiereserve

Trampeltiere sind überwiegend in Asien verbreitet. Im Unterschied zu Dromedaren mit nur einem Höcker haben Trampeltiere zwei Höcker. Ursprünglich gab es meine Artgenossen ungefähr vom mittleren Kasachstan über die südliche Mongolei bis in das das nordwestliche China. In der Natur sind Trampeltiere aber sehr selten geworden.

Häufig denken Menschen, in unseren Höckern speichern wir Wasser, das ist aber falsch. Sie bestehen aus Fettgewebe und sind somit eine große Energiereserve. Unsere Nahrung setzt sich aus Gräsern, Kräutern, Blättern und Zweigen von Sträuchern zusammen. Wir kommen mit sehr wenig Wasser aus und sind sehr anpassungsfähig. Große Hitze macht uns nichts aus, Kälte aber ebenso nicht.

Vergangenen Monat ging es hier um Runzelhornvogel Kai-Uwe.

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Erstellt:
1. August 2020, 06:30 Uhr
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