Mit „Geschenk“-App durchs Landesmuseum

Karlsruhe (red) – Idee für mehr Besucherfreundlichkeit: Mit der neuen App „Dein Geschenk“ können die Nutzer des Badischen Landesmuseums zu Kuratoren werden und selbst Objekte digital vorstellen.

Besucher des Badischen Landesmuseums können sich zu ausgesuchten Objekten aus der Antikenabteilung ihre eigene Gedanken machen und per „Geschenk“-App weitergeben.  Foto: Landesmuseum

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Besucher des Badischen Landesmuseums können sich zu ausgesuchten Objekten aus der Antikenabteilung ihre eigene Gedanken machen und per „Geschenk“-App weitergeben. Foto: Landesmuseum

Von Thomas Weiss

Seit dem Amtsantritt von Eckart Köhne als Direktor des Badischen Landesmuseums Karlsruhe hat sich das öffentliche Erscheinungsbild der Institution sehr gewandelt. Auf die Bedürfnisse von Nutzerinnen und Nutzern direkter eingehen, diese aktiv an der Gestaltung von Konzepten und Projekten für das Museum teilhaben zu lassen, ist ein erklärtes Ziel dieses Ansatzes. Als kleiner, aber typischer Baustein für dieses neue Museumskonzept, das auf aktive Teilhabe von Besuchern zielt, ist auch die App „Dein Geschenk“ zu sehen, die nun im Karlsruher Schloss vorgestellt wurde.
„Dein Geschenk“ ist zudem auch eine Reaktion auf die coronabedingten Einschränkungen, die einen Besuch beispielsweise in größeren Gruppen im Augenblick unmöglich machen. Wobei die Nutzer der Web-App „Dein Geschenk“ sowohl beschenkt werden als auch selbst zu Schenkenden werden sollen. Christiane Lindner, die beim Landesmuseum das Projekt „Creative Collections“ leitet und damit für die Umsetzung digitaler Projekte zuständig ist, vergleicht „Dein Geschenk“ mit einer „Schnitzeljagd“. Wer sich die App über den Link auf sein Smartphone holt oder den Code scannt bekommt vom Landesmuseum ein Geschenk. Drei Objekte aus der Antikenabteilung, die Eckart Köhne ausgesucht und mit persönlichen Anmerkungen versehen hat, die nicht im üblichen Kuratorenton gehalten sind, werden den Nutzern zum Auftakt präsentiert. Diese drei Objekte können über Hinweise in der App gefunden werden, ebenso können auch die Nutzer kreativ werden. Maximal drei Objekte pro „Geschenk“-Sendung über die App können fotografiert und mit einer persönlichen Sprachnachricht und Hinweisen versehen werden, wo das Objekt in der großen Sammlung des Landesmuseums zu finden ist. Wobei man sich gerade in Corona-Zeiten dank „Dein Geschenk“ an den Ausstellungsstücken und den zugehörigen Informationen erfreuen kann, ohne unbedingt das Museum persönlich besuchen zu müssen.

Besucher können Fotos und personalisierte Sprachnachrichten verschicken

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Erstellt:
1. September 2020, 19:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 29sec

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