Messe Karlsruhe vor dem Neustart

Karlsruhe (vo) – Mit der „Offerta“ will die Messe Karlsruhe Ende Oktober wieder loslegen. Die Verbrauchermesse wird aber anders als in den Vorjahren aussehen.

Normalerweise drängen sich die Besucher bei der Verbrauchermesse in den Hallen – das wird diesmal coronabedingt anders sein. Foto: Jürgen Rösner/KMK

© JUERGEN ROESNER

Normalerweise drängen sich die Besucher bei der Verbrauchermesse in den Hallen – das wird diesmal coronabedingt anders sein. Foto: Jürgen Rösner/KMK

Von Jürgen Volz

„An erster Stelle steht für uns selbstverständlich die Gesundheit unserer Besucher, Aussteller und Mitarbeiter, die in der Erarbeitung – in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden – der jeweiligen Sicherheits- und Hygienekonzepte im Mittelpunkt steht“, betont Britta Wirtz. Die Chefin der Messe Karlsruhe fiebert nach einem monatelangen Stillstand dem Großereignis „Offerta“ entgegen. Sie gibt den Startschuss für das Wiederaufleben des Messegeschehens.

Die Durchführung der beliebten Verbrauchermesse macht eine Verordnung für Messen, Ausstellungen und Kongresse der Landesregierung möglich. Ab dem 1. September sind solche Veranstaltungen wieder erlaubt. Wichtigste Neuregelung: Es dürfen sich mehr als 500 Besucher gleichzeitig am Veranstaltungsort aufhalten. Voraussetzung: Die Anzahl der gleichzeitig anwesenden Personen ist so zu begrenzen, dass die Abstandsregelungen eingehalten werden können. Dabei darf eine Mindestfläche von sieben Quadratmetern pro Besucher, bezogen auf die Ausstellungsfläche, nicht unterschritten werden. Darüber hinaus gelten die üblichen Hygienevorschriften, etwa das Tragen einer Mund-Nasen-Maske in den Messehallen.

Die Verordnung verlangt vom Veranstalter ein Hygienekonzept, das mit dem örtlichen Gesundheitsamt abzustimmen ist. Für die „Offerta“ heißt das konkret: Die Besucherzahl wird auf das Verhältnis der zur Verfügung stehenden Fläche angepasst und die Gangbreiten werden deutlich erweitert, um mehr Platz zu schaffen. Darüber hinaus werden ausreichend Desinfektionsmöglichkeiten bereitgestellt, kündigt Wirtz an.

„Wichtige Plattform“ für regionale Aussteller

„Für viele unserer überwiegend regionalen Aussteller ist die Offerta eine wichtige wirtschaftliche Plattform, um ihr Unternehmen und ihre Produkte zu präsentieren“, sagt die Geschäftsführerin der Messe. „Wir freuen uns, dass die Weichen für die Durchführung nun gestellt sind und wir die hiesige Wirtschaft unterstützen können.“ Für viele Aussteller ist die Offerta ein fester Termin im Kalender. Timo Streit, Geschäftsführer des Autohauses Streit, sagt dazu: „Für uns ist die Offerta traditionell ein wichtiges Standbein. Als regionales Unternehmen ist es uns wichtig, uns dort zu positionieren und unsere partnerschaftliche Verbundenheit zu unseren Kunden und Geschäftspartnern auch in Krisenzeiten zu pflegen.“

Online-Tickets ab September buchbar

Angesichts der besonderen Umstände arbeitet die Messe Karlsruhe zudem mit Hochdruck daran, eine innovative Verbindung von Vor-Ort- sowie digitalen Online-Formaten zu ermöglichen. „Wir werden in diesem Jahr eine Offerta erleben, die sicherlich anders ist als in den Vorjahren – wir nehmen die veränderten Bedingungen mehr denn je zum Anlass, mit neuen Konzepten und frischen Ideen zu überzeugen“. Der Fokus liege aktuell darauf, die Offerta für Besucher durch virtuelle Räume und Formate auch digital erlebbar zu machen und auch den Ausstellern dadurch Mehrwerte zu bieten, sagt die Messe-Chefin.

Zum Besuch der Messe ist ein Online-Ticket erforderlich. Es kann ab dem 1. September erworben werden. Die Tageskarte kostet neun Euro für Erwachsene (Frühbucher sieben Euro) sowie vier Euro für Schüler und drei Euro für Kinder. Die Offerta ist vom 24. Oktober bis 1. November jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

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Erstellt:
5. August 2020, 21:30 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 27sec

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