Limperg: Dankbarkeit und Demut gelernt

Karlsruhe (kli) – BGH-Präsidentin Bettina Limperg hat in der Corona-Krise Dankbarkeit und Demut gelernt. „Ich war dankbar für die Besonnenheit, mit der die Politik diese Jahrhundertkrise gemeistert hat. Und ich habe mit großer Demut die Disziplin und Rücksichtnahme so vieler Menschen erlebt“, sagte die Juristin dem Badischen Tagblatt.

Bettina Limperg, Präsidentin des Bundesgerichtshofs (BGH), konnte im Lockdown Hoffnung schöpfen. Foto: Peter Endig/dpa

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Bettina Limperg, Präsidentin des Bundesgerichtshofs (BGH), konnte im Lockdown Hoffnung schöpfen. Foto: Peter Endig/dpa

„In den ersten zwei Wochen des Lockdowns, in dieser ungewohnten Ruhe der Welt, wo wir uns alle einig waren, dass wir Leben schützen müssen, konnte man Hoffnung schöpfen, dass wir auch andere große Krisen zusammen bewältigen könnten. Das hat mich sehr berührt. Ich nehme das als Traum einer gerechten Lebensordnung und zugleich als Auftrag mit, sich auf den Gemeinsinn zu konzentrieren“, so Limperg in dem Interview.

„Etwas absolut zu setzen, ist meist schon der erste Fehler“

Sie äußerte zugleich Verständnis für die Hygiene-Demos in der Corona-Krise. „Ich teile viele der Auffassungen absolut nicht, gleichwohl ist es richtig, sie zu diskutieren“, sagte Limperg dem BT. „Eine Formel ,Gesundheit schlägt Freiheit‘ gibt es eben nicht“, so Limperg. „Etwas absolut zu setzen, ist meist schon der erste Fehler.“

Das komplette Interview erscheint in der Mittwochsausgabe sowie (ab 4 Uhr) im E-Paper

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Erstellt:
9. Juni 2020, 18:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 27sec

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