Landesapothekerverband fordert Impfpriorisierung

Gaggenau (kie) – Der Landesapothekerverband fordert, das Apothekenmitarbeiter, die Antigen-Schnelltests durchführen, schneller geimpft werden. Man wünscht sich „mindestens“ Impfpriorität zwei.

Apothekenmitarbeiter, die Antigen-Schnelltests durchführen, sollen schneller geimpft werden, fordert der Landesapothekerverband Baden-Württemberg. Symbolfoto: Kay Nietfeld/dpa/Archiv

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Apothekenmitarbeiter, die Antigen-Schnelltests durchführen, sollen schneller geimpft werden, fordert der Landesapothekerverband Baden-Württemberg. Symbolfoto: Kay Nietfeld/dpa/Archiv

Von BT-Redakteurin Franziska Kiedaisch

Apothekenmitarbeiter, die Antigen-Schnelltests durchführen, sollen schneller geimpft werden. Das fordert der Landesapothekerverband Baden-Württemberg (LAV). Mit dem Schul- und Kitastart in dieser Woche und der damit einhergehenden Testung von Lehrern und Erziehern sei die Nachfrage nach Schnelltests „deutlich angestiegen“, heißt es in einer Pressemitteilung des LAV. Die Nachfrage werde außerdem vermutlich weiter steigen, wenn tatsächlich, wie geplant, demnächst allen Menschen in Deutschland kostenfreie Tests ermöglicht werden sollten. Damit steige auch das Infektionsrisiko für die Apothekenmitarbeiter: „Wir sind ähnlich wie ein Arzt sehr nah am Patienten dran“, erklärt Tatjana Zambo, Vizepräsidentin des Landesapothekerverbands und Gaggenauer Pharmazeutin. „Wir stehen gerne im Dienst der Sache, aber wir setzen uns damit auch einem erhöhten Risiko aus.“ Wie sie sagt, hätten viele Apothekenmitarbeiter Angst davor, sich während der Testung anzustecken. Sie selbst habe aus diesem Grund externe Mitarbeiter einsetzen müssen, die die Antigen-Schnelltests durchführen. Der LAV fordert „mindestens“ eine Einstufung in die Priorisierungsgruppe 2. Zambo hält eine schnelle Impfung von testenden Apothekenmitarbeitern zwar für richtig, unterstreicht aber, dass es wichtig sei, „zunächst die alten Menschen zu schützen“, dass also die Priorisierungsgruppe 1 tatsächlich zuerst am Zug ist, wie sie betont. Und dazu könnte auch eine zeitnahe Impfung des Testpersonals beitragen: „Eine Immunisierung unseres Personals schützt letztlich auch die Menschen, die wir testen, vor einer etwaigen Ansteckung im Rahmen des Schnelltests“, wird LAV-Präsident Fritz Becker in der Mitteilung zitiert. Knapp 300 Apotheken führen Tests im Land durch – 14 sind es, Stand Dienstagnachmittag, laut Online-Übersicht der Landesapothekerkammer Baden-Württemberg (LAK), in Stadt- und Landkreis. Eine Übersicht der Apotheken, die Schnelltests anbieten, finden Sie hier.

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