Künstler aus der NS-Zeit: Schwieriges Erbe

Berlin (kie) – Akteure aus dem Kulturbetrieb des „Dritten Reichs“ waren auch nach dem Krieg aktiv. Das Deutsche Historische Museum in Berlin thematisiert diese Karrieren nun in einer Ausstellung.

Seltenes Beispiel öffentlicher Kritik: Hermann Kaspars „Die Frau Musica“ in der Meistersingerhalle in Nürnberg bei der Enthüllung im Jahr 1970. Foto: Stadtarchiv Nürnberg, E 55 Nr. 176

© Stadtarchiv Nürnberg, E 55 Nr. 176

Seltenes Beispiel öffentlicher Kritik: Hermann Kaspars „Die Frau Musica“ in der Meistersingerhalle in Nürnberg bei der Enthüllung im Jahr 1970. Foto: Stadtarchiv Nürnberg, E 55 Nr. 176

Von BT-Redakteurin Franziska Kiedaisch

Sie galten als „gottbegnadet“ und wurden deshalb nicht zum Kriegs- oder Arbeitsdienst eingezogen. Die Akteure aus dem Kulturbetrieb, deren Namen ab 1944 auf der sogenannten „Gottbegnadeten-Liste“ standen, waren auch nach dem Krieg tätig, erhielten lukrative Aufträge von Staat, Wirtschaft und Kirche, lehrten an Kunstakademien und stellten ihre Werke aus. Eine Aufarbeitung ihrer Verstrickung in den Nationalsozialismus fand nur in den seltensten Fällen statt. Doch ihre Spuren reichen bis in die Gegenwart – auch in der Region.

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