Kretschmann: Gigantische finanzielle Lasten

Stuttgart(bjhw) – Welche Folgen hat der bundesweite Rechtsanspruch auf Ganztag für Grundschüler für die Landespolitik?

Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg stehen vor enormen Herausforderungen, um in fünf Jahren die Ganztagsgrundschule anbieten zu können. Foto: Sven Hoppe/dpa

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Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg stehen vor enormen Herausforderungen, um in fünf Jahren die Ganztagsgrundschule anbieten zu können. Foto: Sven Hoppe/dpa

Von BT-Korrespondentin Brigitte J. Henkel-Waidhofer

Bund und Länder sind zufrieden, vor Ort in den Städten und Gemeinden ist eher Skepsis zu vernehmen. Der Rechtsanspruch aller Sechs- bis Zehnjährigen auf Ganztagsschule ab 2026/27 wird in Baden-Württemberg einen Kraftakt erfordern. Was fehlt, sind ausreichend Fachpersonal, die räumlichen Voraussetzungen und speziell in Baden-Württemberg auch die Akzeptanz. Viele Eltern ziehen eine Nachmittagsbetreuung dem erweiterten schulischen Angebot vor.
Was erwartet die Erstklässler, wenn sie nach den Sommerferien 2026 eingeschult werden?
Einzelheiten sind ungeklärt, ebenso die Rahmenbedingungen, was sich an zwei Begriffen festmacht. Häufig ist von Ganztagsbetreuung die Rede. Im vom Bundestag verabschiedeten Gesetz wird jedoch auch Ganztagsförderung verlangt. Daraus hatten Ex-Kultusministerin Susanne Eisenmann und ihre CDU in der vergangenen Legislaturperiode einen Zwang zur verbindlichen Ganztagsschule von acht Stunden an fünf Werktagen herausgelesen.

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