Klassik in der Region unter Hygiene-Regeln

Baden-Baden/Karlsruhe (red) – Bläser hinter Plexiglas, Geiger auf Abstand: Planungsspiele im Badischen Staatstheater Karlsruhe, im Festspielhaus und bei der Philharmonie Baden-Baden, wie und wann der Konzertbetrieb unter verschärften Hygiene-Regeln wieder aufgenommen werden könnte.

Die Klassik-Szene will bei Corona-Lockerungen nicht links liegen gelassen werden und fordert von der Politik, berücksichtigt zu werden.  Foto: Viering

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Die Klassik-Szene will bei Corona-Lockerungen nicht links liegen gelassen werden und fordert von der Politik, berücksichtigt zu werden. Foto: Viering

Von Thomas Weiß

Selbst für die von der Corona-Krise arg gebeutelte Gastronomie scheint es einen Silberstreif am Horizont zu geben, einen möglichen, vorsichtigen Weg zurück zu teilweiser Normalität zu geben. Für die Kultur hingegen ist Planungssicherheit noch immer weitgehend ein Fremdwort. Besonders betroffen sind Opern- und Konzerthäuser und die Sinfonieorchester. Für diese setzt sich die aus 60 Mitgliedern bestehende Generalmusikdirektoren- und Chefdirigentenkonferenz in einem „Offenen Brief“ zur Corona-Krise (das BT berichtete) ein, um von der Politik die „zeitliche Perspektive einer Lockerung der Spiel- und Probeverbote“ aufgezeigt zu bekommen.
Es solle ermöglicht werden „gerade in diesen schwierigen Zeiten kulturelle Angebote in Oper und Konzert zu machen“. Es verstehe sich von selbst, so die Generalmusikdirektoren, dass dies verantwortungsvoll und im Einklang mit dem Schutz der Musiker, Sänger und des Publikums geschieht. Die GMD-Konferenz fordert indes von den Verantwortlichen nicht nur zeitliche Perspektiven für eine Öffnung des Opern- und Konzertlebens, sondern macht auch ganz konkrete Vorschläge, wie dies erreicht werden sollte.
So könnten klein besetzte Werke aus Barock und Klassik, bei denen Streicher und Dirigent mit Mundschutz arbeiten könnten, gespielt werden, Werke mit „einem kleinen Chor und wenigen Bläser im notwendigen Abstand, eventuell mit Plexiglas-Wänden geschützt“ sind Teil der Vorschläge. Im Gespräch mit dem BT äußert sich dazu auch Georg Fritzsch, ab der kommenden Spielzeit Generalmusikdirektor des Badischen Staatstheaters Karlsruhe, der ebenfalls Mitglied der GMD-Konferenz ist.

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