Keine Langeweile im Netz

Baden-Baden (kie) – Keine Theater- oder Kinobesuche, keine Treffen unter Freunden, keine Sportveranstaltungen: In Zeiten von Corona kann einem die Decke auf den Kopf fallen. Wie gut, dass es da das Internet gibt.

Zeichen-Aufgaben können Kindern die Zeit vertreiben, aber auch die Kreativität von Erwachsenen ist gefragt. Foto: Franziska Kiedaisch

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Zeichen-Aufgaben können Kindern die Zeit vertreiben, aber auch die Kreativität von Erwachsenen ist gefragt. Foto: Franziska Kiedaisch

Von Franziska Kiedaisch

Die ganze Welt ist von Kontakt- und Ausgangssperren betroffen. Kein Wunder also, dass da weltweit Menschen überlegen, wie sie sich die Zeit zu Hause und in der sozialen Isolation so angenehm wie möglich gestalten können. Heraus kommen dabei oft unterhaltsame, geistreiche oder ästhetisch ansprechende Aktionen, die zum Nach- und Mitmachen einladen.

Die BT-Onlineredaktion hat sich für Sie auf die Suche gemacht und die interessantesten, witzigsten und nachahmungswürdigsten Internet-Phänomene zusammengefasst.

Nummer 1: Kunstwerke nachstellen

Auf Instagram kursieren gerade eine Menge von nachgestellten Kunstwerken. Die Idee dazu kommt aus den Niederlanden und führt in unserem Nachbarland zu einer wahren Flut von Nachahmern. Unter dem Instagram-Profil tussenkunstenquarantaine findet man allerhand witzige Vergleichsbilder von Kunstwerken und den nachgestellten Szenerien.

Nummer 2: Aufgaben vom Künstler

Der deutsch-namibische Künstler Max Siedentopf stellt in einem sogenannten „Home alone survival Guide“ jeden Tag eine Aufgabe, die während der Zeit zu Hause die Stimmung aufhellen soll - beispielsweise soll man sich in eine Schildkröte verwandeln, einen Schuh aus Küchenutensilien basteln oder einen Liebesbrief mit den Füßen schreiben. Beweisfotos der erfüllten Aufgaben gibt es auch auf seinem Instagram-Profil.

Nummer 3: Sportlich mit dem KSC

Nicht unbedingt etwas für die Wohnung sind die Aufgaben des Karlsruher SC - dafür kann man sie aber alleine im Garten oder Park umsetzen. Jeden Tag stellen U12-Trainer des Fußballvereins zwei Aufgaben rund ums Kicken, die sogenannten „Wildpark Challenges“, auf dem Youtube-Kanal des KSC zusammen. Beim Flaschen umschießen, Bälle über Getränkekisten lüpfen und Liegestützen auf dem runden Leder bleibt man fit. Das Ergebnis kann über den Hashtag #KSCmeineHeimat in den sozialen Netzwerken geteilt werden.

Nummer 4: Foto-Ping-Pong

Die Berliner Fotografen Yana Wernicke und Jonas Feige haben den Blog Stayathome.Photography ins Leben gerufen. Dort spielen immer zwei Fotografen, die sich derzeit in der (Selbst-)Isolation befinden, Foto-Ping-Pong miteinander. Die Fotografen dürfen dazu auch auf Archivmaterial zurückgreifen, sollen aber mit ihren Bildern gegenseitig in Kontakt treten - was nicht nur hübsch anzuschauen ist, sondern auch zum Nachmachen im Freundeskreis inspiriert.

Nummer 5: Klamottentausch mal anders

Mit der Video-App TikTok nehmen Menschen rund um den Globus - vor allem aber in den USA - gerade zu dem Song „Flip the Switch“ (Quavo ft. Drake) Videos auf, bei denen zwei Personen beim Blick in den Spiegel scheinbar wie von Zauberhand die Kleider tauschen. Zu finden sind die Aufnahmen dann in den sozialen Netzwerken unter dem Hashtag #fliptheswitch - beispielsweise bei Instagram, TikTok oder als Best-of-Variante auf Youtube. Auch Promis wie Jennifer Lopez oder Mario Götze haben schon mitgemacht.

Nummer 6: Comic-Zeichnen für Kinder

Auch für die Jüngeren hält das Netz Aufgaben bereit, die zum Nachahmen einladen. Die beiden Hamburger Illustratorinnen Eva Müller und Jul Gordon stellen auf dem Instagram-Profil Comicgruppen Hamburg und auf Youtube verschiedene Aufgaben. Die jungen Comic-Zeichner sollen dann etwa malen, wie sie sich gerade fühlen oder einen Gegenstand aus ihrem Sichtfeld in eine Comicfigur verwandeln. Fotos der Ergebnisse gibt es dann online zu sehen.

Nummer 7: Brot backen

Ja, manchmal treibt das Internet seltsame Blüten... Wer bisher dachte, dass es kaum etwas Analogeres geben kann, als selbst Brot zu backen, der irrt offenbar gewaltig. Denn die Netzgemeinde tauscht sich in Zeiten von Ausgangsbeschränkungen im Netz auch über die Formen und Möglichkeiten aus, selbst Brot zu backen. Sogar ein eigener Hashtag ist inzwischen geboren: Unter #coronabread finden sich auf Instagram, Twitter oder TikTok die Ergebnisse.

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Erstellt:
6. April 2020, 18:30 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 47sec

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