Keimfrei statt krachledern

Stuttgart/Karlsruhe (dpa/lsw/bjhw) – Obwohl er mitten in den Wahlkampf fiel, lieferte der Pandemie-Aschermittwoch in Baden-Württemberg wenig Stimmung und erwartbare Inhalte.

Hans-Ulrich Rülke, Spitzenkandidat der FDP Baden-Württemberg, beim politischen Aschermittwoch. Foto: Uli Deck/dpa

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Hans-Ulrich Rülke, Spitzenkandidat der FDP Baden-Württemberg, beim politischen Aschermittwoch. Foto: Uli Deck/dpa

Von BT-Korrespondentin Brigitte J. Henkel-Waidhofer

Der politische Aschermittwoch ist ein festes Ritual im Kalender der Parteien. Hier holen die Amtsträger zum verbalen Rundumschlag aus, trinken Bier und hauen ungehemmt auf den Gegner ein. 2021 fällt er dazu noch in den Wahlkampf-Endspurt, aber auch mitten in die Zeit von Viren und Mutanten. Also sind die Auftritte ins Netz verlagert. Die Show fällt steril aus. Das liegt nicht nur am fehlenden Applaus, sondern auch an den erwartbaren Inhalten.
Die Südwest-Grünen zelebrieren das Ende der Fastnacht seit einem Vierteljahrhundert in Biberach. Diesmal treffen sich die Grünen im digitalen Wohnzimmer. Ministerpräsident Winfried Kretschmann schickt eine Videobotschaft. Er verzichtet auf die Abteilung Attacke. Politischer Aschermittwoch bedeute in normalen Zeiten deftige Sprüche, derbe Rhetorik und heftige Attacken, sagt er. „Ich muss gestehen, diese Disziplin gehörte noch nie zu meinen liebsten.“ Was zähle in Zeiten wie diesen, sei kämpfen für das Gemeinwohl: „Das Ganze ist mehr als die Summe aller Teile.“

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