Kampf um die magische Rekordzahl

Baden-Baden (mi) – Serena Williams ist mit 23 Grand-Slam-Titeln die erfolgreichste Tennisspielerin der Welt. Die Rekordzahl 24 lässt aber auf sich warten – seit ihrer Mutterschaft.

Serena Williams hat noch ein letztes großes Ziel in ihrer erfolgreichen Karriere. Foto: Marco Vasin/AP

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Serena Williams hat noch ein letztes großes Ziel in ihrer erfolgreichen Karriere. Foto: Marco Vasin/AP

Von BT-Redakteur Michael Ihringer

Besessenheit kann Blockaden auslösen, im schlimmsten Fall krank machen. Auch die Erfolgreichsten sind davor nicht gefeit. Die Familie Williams aus Amerika darf man dazu zählen, als wäre die TV-Serie „Eine schreckliche nette Familie“ nach ihnen benannt worden. Serena Williams ist die erfolgreichste und reichste Sportlerin auf diesem Planeten, und dennoch trägt die beste Tennisspielerin ein Makel, fast Stigma mit sich herum, das sie nicht loslässt, ein Fluch scheint sie zu verfolgen.
Fast schon makaber: Seit dem Augenblick, als sie die größten Glücksgefühle in sich trug, als sie erstmals Mutter wurde, gewinnt sie nicht mehr das letzte Match. Seit also ihre Tochter Alexis Olympia die Welt erblickte, hat ihre stolze Mama den Tennis-Olymp nicht mehr erklommen. Serena Williams, die bis zum heutigen Tag unglaubliche 23 Grand-Slam-Titel angehäuft hat, wartet schon quälend lange vier Jahre auf diesen verdammten Rekordtag: Noch ein weiterer, letzter Triumph bei einem Major-Turnier, und die 39-Jährige hätte die Australierin Margaret Court überholt und könnte am nächsten Tag ihren Rücktritt bekanntgeben. Unter Freudentränen. Sie wäre dann erlöst.

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Erstellt:
27. Mai 2021, 06:00 Uhr
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