KSC unterliegt erneut im Sportrechtestreit

Karlsruhe (ket/lsw) - Der Karlsruher SC hat im Rechtsstreit mit dem Sportvermarkter Lagardère auch vor dem Oberlandesgericht (OLG) eine Niederlage einstecken müssen.

Der KSC ist im Streit um Sportrechte auch in der nächsten Instanz unterlegen. Symbolfoto: Markus Gilliar/GES

© GES/Markus Gilliar

Der KSC ist im Streit um Sportrechte auch in der nächsten Instanz unterlegen. Symbolfoto: Markus Gilliar/GES

Der Fußball-Zweitligist sei deshalb zum Schadenersatz verpflichtet, teilte das Gericht am Mittwoch mit. Laut SWR könnten dem Verein zwischen vier und neun Millionen Euro an Forderungen drohen. Diese Zahlen dementierte KSC-Geschäftsführer Michael Becker am Mittwoch gegenüber dem BT und sprach von rund 800.000 Euro, die dem Verein an Schaden entstehen könnten. Dieser Betrag sei bereits zurückgelegt. Gerichts- und Anwaltskosten belaufen sich laut Becker auf 150.000 bis 200.00 Euro.

Das OLG erklärte die zweifache Kündigung eines Vermarktungsvertrages durch den KSC für unwirksam und bestätigte damit ein Urteil des Karlsruher Landgerichts aus dem vergangenen Jahr. Die Berufung des KSC blieb nun ebenfalls ohne Erfolg.

Der Zweitligist arbeitete ab Ende 2016 mit Lagardère zusammen, um neue Sponsoren zu gewinnen. Im Dezember 2018 kündigte der KSC dem Vermarkter, weil das nötige Vertrauensverhältnis nicht mehr bestehe. Daraufhin warf Lagardère dem KSC Vertragsbruch vor. Anschließend kündigte der KSC im März 2019 erneut, da er nun eine weitere Zusammenarbeit als unzumutbar empfand. Dagegen klagte Lagardère.

Eine Revision des Urteils vor dem Bundesgerichtshof ließ das OLG nicht zu. Gegen diese Nichtzulassung kann der KSC innerhalb eines Monats nach Erhalt des schriftlichen Urteils Beschwerde einlegen.

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Erstellt:
14. Oktober 2020, 12:22 Uhr
Aktualisiert:
14. Oktober 2020, 15:55 Uhr
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