„Inhaltliche Tiefe“

Stuttgart (bjhw) – Grüne und FDP sprechen am Mittwoch über eine Ampel – und sehen keine unüberwindbaren Hindernisse.

FDP-Landeschef Michael Theurer (vorne) und Ministerpräsident Winfried Kretschmann nach der Sondierungsrunde am Mittwoch. Foto: Marijan Murat/dpa

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FDP-Landeschef Michael Theurer (vorne) und Ministerpräsident Winfried Kretschmann nach der Sondierungsrunde am Mittwoch. Foto: Marijan Murat/dpa

Von Brigitte Henkel-Waidhofer

Diesmal hatten die Liberalen die Nase vorn: In umgekehrter Reihenfolge haben die Grüne ihre möglichen Koalitionspartner zur zweiten Runde der Sondierungen geladen. Dabei nutzte das FDP-Verhandlungsteam, angeführt von Landeschef Michael Theurer und Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke, die Gespräche in Überlänge bereits dazu, „Kompromisse auszuloten“. Ministerpräsident Winfried Kretschmann kündigte nachher bereits vor den heutigen Treffen von SPD und CDU eine Fortsetzung in der kommenden Woche an. Die Akteure beäugen sich gegenseitig genau, und gelegentliche Seitenhiebe gibt es auch. So erinnerte CDU-Fraktionschef Wolfgang Reinhart, der für die CDU mitverhandelt, am Morgen in der Corona-Sondersitzung des Landtags daran, dass FDP-Kollege Rülke den grünen Regierungschef schon mal als „letzten Mohikaner des Shutdowns“ bezeichnet oder dessen Pandemiepolitik mit Begriffen wie naiv, chaotisch, skurril oder sogar beschämend belegt hat. „Nach all diesen harten Attacken sind wir jetzt anscheinend Zeugen einer wundersamen Verwandlung vom obersten Spötter zum fröhlichen Ampelmännchen“, mokierte sich Reinhart.

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