„Ich sehe mich als Auslaufmodell“

Rastatt/Baden-Baden (for) – Obwohl im Landkreis Rastatt und im Stadtkreis Baden-Baden laut der Kassenärztlichen Versorgung Baden Württemberg (KVBW) momentan kein akuter Ärztemangel besteht, sind die Vorsitzenden der Ärzteschaften Rastatt und Baden-Baden stark besorgt um die Zukunft der medizinischen Versorgung in der Region.

Immer mehr Ärzte schrecken vor der Selbstständigkeit zurück und arbeiten lieber als Angestellte. Foto: Vennenbernd/dpa

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Immer mehr Ärzte schrecken vor der Selbstständigkeit zurück und arbeiten lieber als Angestellte. Foto: Vennenbernd/dpa

Von Janina Fortenbacher

Vielerorts wird über eine mangelnde medizinische Versorgung geklagt. Im Landkreis Rastatt und im Stadtkreis Baden-Baden bestehe aber „kein akutes Problem“, wie die Kassenärztliche Versorgung Baden-Württemberg (KVBW) jüngst mit Blick auf den aktuellen Bedarfsplan mitteilte (wir berichteten). Dort ansässige Ärzte teilen diese Unbeschwertheit aber nicht: „Ich mache mir ganz erheblich Sorgen um die medizinische Versorgung hier“, betont Dr. Patrick Fischer, Vorsitzender der Ärzteschaft Baden-Baden.
„Es gibt bereits fünf Hausarztpraxen, die nicht nachbesetzt wurden“, sagt Fischer auf BT-Nachfrage. Derzeit könne dieser Mangel zwar noch durch andere Praxen kompensiert werden, lange werde das aber nicht mehr funktionieren. „Noch haben wir das Problem im Griff, aber ich kenne vier weitere Ärzte im Rentenalter, die schon seit einiger Zeit händeringend nach Nachfolgern suchen“, merkt Fischer an.

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Erstellt:
28. Februar 2020, 06:00 Uhr
Lesedauer:
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