Hoppsi ist Vegetarierin und Mama

Karlsruhe (red) – Jeden ersten Samstag im Monat präsentiert das BT mit dem Zoo Karlsruhe ein Zootier. Unter der Rubrik „Im Zoo zu Hause“ lernen Kinder im Mai Bennett-Känguru Hoppsi kennen.

Hoppsis Kind streckt schon regelmäßig den Kopf aus ihrem Beutel. Foto: Zoo Karlsruhe

© pr

Hoppsis Kind streckt schon regelmäßig den Kopf aus ihrem Beutel. Foto: Zoo Karlsruhe

Meine Verwandten kommen aus Down Under. So werden Australien und umliegende Länder wie Neuseeland bezeichnet. Dort gibt es ganz besondere Tiere, die es sonst nirgendwo auf der Welt gibt. Mein Name ist Hoppsi und ich bin ein Bennett-Känguru. Zusammen mit einer weiteren Känguruart und einigen australischen Vögeln lebe ich in einer großen Anlage im Zoo Karlsruhe.

Kängurus zählen zu den bekanntesten Beuteltieren. Diese unterscheiden sich von den anderen Säugetieren unter anderem dadurch, dass die Jungtiere in einem extrem frühen Stadium geboren werden und anschließend in einem Beutel der Mutter heranwachsen. So ist das auch bei mir. Mein Kind in meinem Beutel ist aber schon etwas älter, lebt schon eine ganze Zeit dort und streckt regelmäßig den Kopf heraus. Übrigens haben bei allen Beuteltieren nur die Weibchen einen Beutel.

Kälte macht Kängurus nichts aus

Meine Familie und ich stammen von Tieren aus Tasmanien ab. Das ist eine Insel, die zum Land Australien gehört. Dort wird es im Winter auch recht kalt, teilweise sogar deutlich kälter als in Karlsruhe. So können wir auch das gesamte Jahr draußen in unserer Anlage leben. Uns macht es auch nichts aus, wenn es mal harten Frost gibt oder Schnee fällt.

Trotzdem gefallen mir Frühjahr und Sommer besser. Dann gibt es nämlich viele frische Pflanzentriebe und Blätter, die ich besonders gerne fresse. Auf dem Speiseplan von Kängurus stehen generell nur Pflanzen, wir sind Vegetarier. Neben Gras und Blättern mögen wir aber auch gerne Karotten.

Die männlichen Tiere bei uns werden Böcke genannt. Sie können vom Kopf bis zum Po rund 90 Zentimeter groß werden, der Schwanz wird nochmal ähnlich lang. Wir Weibchen bleiben in der Regel etwa zehn Zentimeter kleiner. So könnt ihr schon fast auf den ersten Blick sehen, ob ein Bennett-Känguru ein Weibchen oder ein Männchen ist.

Bei meinen Verwandten in der Natur gibt es immer mal wieder Tiere, die nicht wie ich ein braun-rötliches Fell haben. Es sind Albinos, die völlig weiß mit roten Augen sind. Auf Tasmanien gibt es sogar eine ganze Gruppe von Tieren, denen die Farbe fehlt. Auch in Karlsruhe haben wir ein Männchen mit dem Namen Frank, das ein Albino ist.

Wenn wir uns bewegen, gibt es zwei Möglichkeiten. Sind wir langsam unterwegs, benutzen wir alle fünf „Gliedmaßen“: Während wir uns mit Vorderpfoten und Schwanz abstützen, schwingen die Hinterbeine nach vorne. Sobald diese stehen, werden Vorderpfoten und Schwanz nachgeholt. Wird es schneller, springen wir nur auf den Hinterbeinen und der Schwanz dient zur Balance.

Zum Artikel

Erstellt:
3. Mai 2020, 16:35 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 19sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.