Harte Abstandsregeln für Spielhallen ab 1. Juli

Stuttgart (vn) – Mindestabstand 500 Meter: Suchtexperten begrüßen das Aus für viele Spielhallenbetreiber in den Innenstädten, während der Automatenverband mit einer Klagewelle rechnet.

Die Landesregierung will das Suchtpotenzial von Glücksspiel reduzieren und die Angebote einschränken. Foto: Bernd Weissbrod/dpa

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Die Landesregierung will das Suchtpotenzial von Glücksspiel reduzieren und die Angebote einschränken. Foto: Bernd Weissbrod/dpa

Von BT-Redakteur Volker Neuwald

Die Entfernung zueinander muss mindestens 500 Meter betragen, ebenso zu Kinder- und Jugendeinrichtungen. Das sieht der im Februar vom Landtag gebilligte Glücksspielstaatsvertrag vor. Im neuen Koalitionsvertrag bekräftigt die grün-schwarze Landesregierung ihr Ziel, Glücksspielsucht zu bekämpfen. Von der Öffnungsklausel im Staatsvertrag, Kommunen einen Spielraum bei der Abstandsbemessung zu lassen, macht das Land keinen Gebrauch.
Wie viele Menschen im Südwesten der Glücksspielsucht verfallen sind, kann allenfalls geschätzt werden. Hochgerechnete Zahlen von 2019 gehen von rund 22.300 problematischen Spielern und von weiteren rund 25.000 pathologischen Spielern aus. Lediglich 3.300 Personen hätten eine Beratungsstelle um Unterstützung gebeten, teilt die Landesstelle für Suchtfragen in Stuttgart mit.

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Erstellt:
22. Juni 2021, 09:00 Uhr
Lesedauer:
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