Große Woche vermutlich ohne Zuschauer

Iffezheim (red) – Zahlendes Publikum wird es im September bei der Großen Woche auf der Galopprennbahn in Iffezheim keines geben. Lediglich Besitzer, Sportler und Mitarbeiter dürfen auf die Bahn.

Große Woche vermutlich ohne Zuschauer

Die Große Woche findet coronabedingt in diesem Jahr vermutlich ohne Zuschauer statt. Foto: Baden Racing

Erstmals in der mehr als 160-jährigen Geschichte der Traditionsgalopprennbahn wird es vermutlich keine nennenswerten Zuschauerzahlen geben, teilte Baden Racing am Donnerstagnachmittag mit. Bis Ende Oktober sind aufgrund der Corona-Pandemie nur Sportveranstaltungen mit maximal 500 Zuschauern erlaubt. Der Veranstalter Baden Racing kann die Argumentation des Ministeriums laut Pressemitteilung „nur zum Teil nachvollziehen. Die Große Woche ist das jährliche Flaggschiff des deutschen Galopprennsports“, wird Baden-Racing-Geschäftsführerin Jutta Hofmeister darin zitiert. „Bei allem Verständnis für die Gefahren durch Covid-19 treffen uns hier die weitreichenden Beschränkungen besonders hart.“

Europa-Park-Öffnung stößt auf Unverständnis bei Baden Racing

Im benachbarten Frankreich oder auch in Großbritannien seien bereits wieder 5.000 Zuschauer erlaubt, in Berlin-Hoppegarten waren es am vergangenen Sonntag 1.000 Besucher, wird Hofmeister weiter zitiert. Schwer verständlich ist für Hofmeister auch der Umstand, dass im Europa-Park „Rust schon seit Ende Mai täglich 10.000 Besucher einlassen kann, die Rennbahn im gleichen Bundesland im September aber nur 500 inklusive Sportler und Besitzer und das bei ähnlichen Möglichkeiten der Trennung der Gäste auf großer Fläche“.

Die Folgen für die Große Woche, die wegen der Pandemie um eine Woche auf den 5. bis 13. September nach hinten verschoben wurde, sind folgende: „In der Konsequenz heißt das nun, dass es keinen Ticketverkauf geben kann und somit auch kein ‚normales‘, zahlendes Publikum“, wird Hofmeister zitiert. „Mit der Zulassung der Pferdebesitzer und Delegationen einzelner Hauptsponsoren wird die Zahl 500 dann leider schon erreicht sein.“

Wirtschaftlich sei das ein herber Rückschlag. Dennoch seien nach wie vor fünf Renntage geplant.