Goodman glänzt im Schütte-Keller

Bühl (jo) – Virtuoses Spiel und emotionale Songs: Das ist die Mischung, mit der der kanadische Gitarrist Dave Goodman bei seinem Auftritt im Schütte-Keller zu überzeugen weiß.

 Hat auch musikalische Sticheleien gegen Donald Trump im Portfolio: Dave Goodman.  Foto: Joachim Eiermann

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Hat auch musikalische Sticheleien gegen Donald Trump im Portfolio: Dave Goodman. Foto: Joachim Eiermann

Von Joachim Eiermann

„Es ist wunderbar, nach so wenigen Konzerten und Kontakten die Zeit wieder miteinander verbringen zu können“, genießt Dave Goodman den Augenblick gegen Ende eines starken Auftritts. Der kanadische Gitarrist, Sänger und Komponist bedankte sich am Samstagabend im Schütte-Keller für die Einladung mit einer spektakulären Darbietung dessen, was sich aus einer Akustik-Gitarre alles rausholen lässt. Trotz frappierender Virtuosität bleibt das Wichtigste aber nicht auf der Strecke: Seine Kompositionen beinhalten eine emotionale Tiefe und wirken durch und durch authentisch.
Im Zentrum steht der Blues. Der 55-jährige Solist kokettiert dazu passend mit der Rolle des Losers beim anderen Geschlecht. Er erzählt, wie er mit 22 Jahren Kanada verlassen hat, „zusammen mit meiner zukünftigen Ex-Frau“. Seine hawaiianischeFreundin brannte mit einem anderen durch. Den Frust darüber kanalisiert das Multitalent, das auch über eine ausdrucksstarke Stimme verfügt, in einer fetzigen Rocknummer. Dabei kann Goodman nur mit seiner „Klampfe“ ganz schön laut werden. So auch beim Hammer-Bluesrock-Boogie „Stranger in my Hometown“ mit augenzwinkernder ZZTop-Einlage. Verwundern muss diese Verve nicht: In seiner Band spielt er E-Gitarre.

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Erstellt:
11. Oktober 2020, 14:00 Uhr
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