Gefahr der Verwechslung

Gaggenau (ans) – Es sind die kleinen Momentaufnahmen des Lebens: Kurioses, Schönes, Ärgerliches. „Lebensnah“ schreibt diese Woche Anna Strobel über dunkelgrauen Fahrzeuge.

Momentaufnahmen aus dem Alltag der BT-Redakteure sind unter der Rubrik „Lebensnah“ zu finden. Grafik: stock.adobe.com/Badisches Tagblatt

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Momentaufnahmen aus dem Alltag der BT-Redakteure sind unter der Rubrik „Lebensnah“ zu finden. Grafik: stock.adobe.com/Badisches Tagblatt

Von BT-Volontärin Anna Strobel

Das erste eigene Auto ist für viele ein Jugendtraum, der sich mit dem 18. Geburtstag erfüllt. Ich kam allerdings auf anderem Wege zu meinem kleinen Straßenblitz, zwar auch umsonst, aber auf eine traurige Art und Weise. Denn nach dem Tod meiner Großmutter erbte ich ihren fahrbaren Untersatz. Als frischgebackene Besitzerin eines Kleinwagens wurde mir dann sehr schnell klar, dass Menschen immer Meinungen zu Autos haben. „Mercedes-Fahrer haben immer Vorfahrt“, scherzt ein Freund meines Vaters beispielsweise, als er meine A-Klasse das erste Mal zu Gesicht bekam. „Fährt sich bestimmt sehr gut“, sagt seine Lebensgefährtin freundlich. „Ein schickes Auto“, lobt eine Kollegin. Letzteres dachten sich wohl viele, als der Wagen neu auf den Markt kam – das Modell in genau dieser Farbe – dunkelgrau – sieht man förmlich an jeder Straßenecke. Auf einem Supermarktparkplatz kam es einmal sogar vor, dass ich wie ein Ochs vor dem Berg vor meiner A-Klasse stand und die Tür sich partout nicht öffnen lassen wollte. Wenige Augenblicke nach der ungewollten Verwechslung dämmerte mir: „Das ist gar nicht mein Auto.“ Als ich nach rechts blickte, sah ich meinen Wagen nur drei Parkplätze weiter stehen.

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Erstellt:
29. Mai 2021, 16:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 39sec

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