Forscher Hölzle: In Ladeinfrastruktur investieren

Baden-Baden/Ulm (tas) – Im BT-Interview spricht Energieexperte Markus Hölzle über die Chancen der Milliarden-Investitionen in die Energiewende und den Wettlauf zweier Technologien.

Markus Hölzle ist Mitglied des Vorstands und Leiter des Geschäftsbereichs Elektrochemische Energietechnologien am Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) in Ulm. Foto: Alexander Fischer/ZSW

© ALEXANDER FISCHER/ZSW

Markus Hölzle ist Mitglied des Vorstands und Leiter des Geschäftsbereichs Elektrochemische Energietechnologien am Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) in Ulm. Foto: Alexander Fischer/ZSW

Von BT-Redakteur Tobias Symanski

BT: Herr Professor Hölzle, der Energiesektor in Deutschland ist wie kein anderer durch Subventionen geprägt. Mischt sich der Staat hier zu viel ein?
Markus Hölzle: Wenn der Staat damals nicht mit der Einführung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes – also über Subventionen – die Richtung vorgegeben hätte, wäre der Ökostrom-Anteil in Deutschland heute nicht bei 50 Prozent. Das sieht man sehr deutlich bei der Entwicklung der Solarenergie. Vor 25 Jahren war das Thema fast noch esoterisch in der Forschung. Solarmodule waren so teuer, dass sie vielleicht gerade einmal bei Satelliten zum Einsatz kamen. Um die Kosten nach unten zu bekommen, musste das Produktionsvolumen deutlich gesteigert werden. Und um die Module auch mengenmäßig verkaufen zu können, waren garantierte Preise für die Stromabnahme nötig. Das kann man nur über regulatorische Maßnahmen und Subventionen hinbekommen.

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