EnBW testet schwimmende Windkraftanlagen

Karlsruhe/Greifswald (vo) – Der Energieversorger EnBW testet in der Ostsee schwimmende Windkraftanlagen, die auch in tieferem Wasser eingesetzt werden können.

Im Hafen von Vierow werden die Windräder des Prototyps auf die schwimmende Plattform gesetzt. Foto: Jan Oelker/Aerodyn

© Jan Oelker

Im Hafen von Vierow werden die Windräder des Prototyps auf die schwimmende Plattform gesetzt. Foto: Jan Oelker/Aerodyn

Von Jürgen Volz

Der Karlsruher Energieversorger EnBW hat in den letzten Jahren sein Windkraft-Portfolio auf See deutlich ausgebaut. Seit 2008 entstanden fünf Windparks mit einer Gesamtleistung von rund 1.850 Megawatt. Zuletzt gingen im Januar die Anlagen „Hohe See“ und „Albatros“ ans Netz. Sie allein liefern rein rechnerisch ausreichend Energie, um die Privathaushalte einer Stadt wie München zu versorgen. Mit „He Dreiht“ ist derzeit eine weitere Anlage in der Nordsee im Bau.
Bislang werden Offshore-Windkraftanlagen bei maximalen Wassertiefen von 50 Metern mit feststehenden Fundamenten im Meeresboden verankert. Das ist ein sehr aufwendiges und kostenintensives Verfahren. Jetzt erprobt die EnBW zusammen mit einem Partner eine neue Offshore-Technologie in der Ostsee. Die schwimmende Windkraftanlage „Nezzy²“ ist ein 18 Meter hoher Prototyp im Maßstab 1:10 und wird im Greifswalder Bodden verankert. Sie besteht aus zwei Windkraftturbinen auf einer schwimmenden Plattform aus Betonfertigteilen.

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