Eltern und Lehrer pochen auf ein Ende des „Turbo-Gymnasiums“

Karlsruhe (BNN) – Der Frust über die Lernlücken aus der Pandemie hat die Debatte um das unbeliebte Turbo-Gymnasium G8 neu befeuert. Der Landeselternbeirat fordert eine Grundsatzdebatte.

Der Frust über die Lernlücken aus der Pandemie hat die Debatte um das unbeliebte Turbo-Gymnasium G8 neu befeuert. Symbolfoto: Armin Weigel/dpa

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Der Frust über die Lernlücken aus der Pandemie hat die Debatte um das unbeliebte Turbo-Gymnasium G8 neu befeuert. Symbolfoto: Armin Weigel/dpa

Von BNN-Redakteurin Elvira Weißenburger

Der Vorsitzende des Landeselternbeirats, Michael Mittelstaedt, fordert jetzt dringend diese Grundsatzdebatte über die Rückkehr zu G9 – denn der Weg dorthin sei sehr umstritten. Denn: Es rumort an der Basis. Eltern und Lehrer im Land fordern immer lauter eine Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium (G9). Sie halten das achtjährige „Turbo-Gymnasium“ für gescheitert. 91 Prozent sind laut einer neueren Umfrage gegen G8 als Standard-Modell. Und die baden-württembergische Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne) steht selbst in einem Punkt unter Zugzwang: Der Modellversuch an 44 Gymnasien, die ein neues G9 erproben, läuft bald aus. „Es muss dieses Jahr eine Entscheidung her, was mit diesen Versuchsschulen passiert“, fordert Michael Mittelstaedt, Vorsitzender des Landeselternbeirats (LEB). „Wir müssen eine grundsätzliche Diskussion über das Schulsystem führen. Viele Eltern sind mobilisiert.“ Nach den enormen Corona-Ausfällen sei das versprochene Nachhilfeprogramm „Rückenwind“ höchstens ein laues Lüftchen – das habe den Unmut der Väter und Mütter noch gesteigert. Allerdings gibt es zwei große Haken.

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