Einigung im Einzelhandel

Stuttgart (lsw) – Der Tarifkonflikt im baden-württembergischen Einzelhandel ist beigelegt. Arbeitgeber und die Gewerkschaft Verdi einigten sich am Montag unter anderem darauf, dass Verkäufer mit einem Gehalt von bis zu 2.579 Euro pro Monat ab Juni drei Prozent mehr bekommen.

Einigung im Einzelhandel: Die Gehälter werden in zwei Stufen angehoben. Foto: Christoph Schmidt/dpa

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Einigung im Einzelhandel: Die Gehälter werden in zwei Stufen angehoben. Foto: Christoph Schmidt/dpa

Wie die Gewerkschaft Verdi mitteilte, erhalten rund 80 Prozent der Verkäufer - bis zu einem Tarifentgelt von 2.579 Euro - ab 1. Juni 2019 drei Prozent mehr Gehalt. Alle Beschäftigten in höheren Entgeltgruppen erhalten eine Pauschale von 77,50 Euro. Zum 1. April 2020 gibt es für alle im Einzelhandel tätigen Menschen ein weiteres Plus von 1,8 Prozent.

Auf die 4,8 Prozent in zwei Stufen hatten sich schon die Verhandlungspartner vergangene Woche in Nordrhein-Westfalen geeinigt. Hamburg zog wenig später mit den gleichen Konditionen nach. Hierzulande arbeiten rund 490.000 Menschen im Einzelhandel. Verdi war mit der Forderung nach 6,5 Prozent mehr Geld in die Verhandlung gegangen. Um Druck auf die Arbeitgeber zu machen, hatte Verdi noch am Wochenende zum wiederholten Male zu Warnstreiks aufgerufen. Die Gewerkschaft wertete den Abschluss am Montag als ein „gutes, vertretbares Ergebnis, das wieder Reallohnzuwächse erwarten lässt“.

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Erstellt:
8. Juli 2019, 15:11 Uhr
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