Ein unbürgerliches Leben: Else Lasker-Schüler

Marbach (sr) –“Jussuf von Theben“ nannte sich Else Lasker-Schüler, eine der großen deutschen Lyrikerinnen: Ein bislang unbekannter Briefwechsel mit einem holländischen Mäzen wird in Marbach gezeigt.

In ihren Briefen und Postkarten mischte Else Lasker-Schüler  Buchstaben und Zeichen kunstvoll: Das Selbstporträt im Stil eines ägyptischen Reliefs durfte nie fehlen. Foto: Deutsches Literaturarchiv Marbach

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In ihren Briefen und Postkarten mischte Else Lasker-Schüler Buchstaben und Zeichen kunstvoll: Das Selbstporträt im Stil eines ägyptischen Reliefs durfte nie fehlen. Foto: Deutsches Literaturarchiv Marbach

Von BT-Redakteurin Sabine Rahner

„Ich kann die Sprache dieses kühlen Landes nicht, und seinen Schritt nicht gehen …“ so beginnt eines der bekanntesten Gedichte von Else Lasker-Schüler (1869-1945). Vor allem ihre zweite Lebenshälfte wurde von einem lähmenden Fremdheitsgefühl dominiert: Ihre beiden Ehen hatten sich als nicht tragfähig erwiesen. Nach der zweiten Scheidung war die in jeder Hinsicht auffallende Lyrikerin auf Unterstützung ihres Freundeskreises angewiesen. Rechtsgerichtete Gruppen machten der Jüdin schon früh das ungebundene Schweifen in ihrer Berliner Künstlerblase schwer und schließlich unmöglich. 1933 übersiedelte sie in die Schweiz, nachdem sie in Berlin auf offener Straße angegriffen worden war.

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Erstellt:
17. Februar 2021, 07:00 Uhr
Lesedauer:
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