Direktoren-Duo startet an Kunsthalle mit Performances

Baden-Baden (cl) – Das neue Direktoren-Team an der Kunsthalle Baden-Baden will vor allem jungen Künstlern ein Forum bieten. Am Samstag, 19. September, startet ein Performance-Fest mit Kunststudenten.

Die Dramaturgin Cagla Ilk und der Kurator Misal Adnan Yildiz leiten nun die Staatliche Kunsthalle Baden-Baden – und wollen vor allem jungen Künstlern langfristig ein Forum bieten.  Foto: Göksu Baysal/Wissenschaftsministerium

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Die Dramaturgin Cagla Ilk und der Kurator Misal Adnan Yildiz leiten nun die Staatliche Kunsthalle Baden-Baden – und wollen vor allem jungen Künstlern langfristig ein Forum bieten. Foto: Göksu Baysal/Wissenschaftsministerium

Von Christiane Lenhardt

Mit einer kleinen Gesangs-Einlage und einem Prösterchen auf das Baden-Badener Wasser (mit Peterstaler) hat sich das neue Leitungs-Duo der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden, Cagla Ilk und Misal Adnan Yildiz, gestern zweisprachig – deutsch-englisch – vorgestellt. „Wir teilen die Ressourcen mit Ihnen“, erklärten die beiden aus der Türkei stammenden Kunst- und Theatermacher. Sie wollen die Kunsthalle künftig öffnen für neue Publikumsvisionen sowie neue Ausstellungs- und Performanceformate ausprobieren – zeitgenössisch und kritisch.
„Wir wollen nicht noch eine Gruppenausstellung anbieten, sondern eine neue Art von Kunsthalle schaffen“, wie Cagla Ilk, die frühere Dramaturgin des Berliner Maxim-Gorki-Theaters, erläuterte. „Wir sind keine Kuratoren, wie sie auf den Biennalen zu finden sind und wollen auch keine Großausstellungen mit hohen Versicherungssummen organisieren, sondern wollen anders mit den staatlichen Ressourcen umgehen“, betonte sie.
Am 11. Mai, mitten im Lockdown, haben die neuen Kunsthallen-Chefs aus dem Homeoffice in Berlin heraus, ihr Baden-Badener Amt angetreten. Inzwischen sind sie nach Baden-Baden gezogen, betonte Cagla Ilk – und können jetzt direkt vor Ort mit den Menschen kommunizieren. Es sei daran gedacht, langfristige Bindungen mit Künstlern, insbesondere jüngeren Künstlern, aufzubauen. Motor ihres künstlerischen Schaffens sei, so heißt es, eine Auseinandersetzung mit Wechselbeziehungen von künstlerischem Schaffen und gesellschaftlichen Kontexten. Ob aus der Kunsthalle, wie beabsichtigt, eine Plattform der Kollaboration zwischen den ganz unterschiedlichen internationalen Akteuren aus Kunst und Bürgerschaft wird, muss sich zeigen.
Zum Start am morgigen Samstag wollen sie konkreter werden und ein zweiwöchiges Performance- und Theaterprogramm unter dem Titel „Conditions of a Necessity“ in der Kunsthalle anbieten. Studenten aus diversen Abschlussklassen von Kunst- und Theaterhochschulen aus Hamburg, Berlin, Nürnberg, Leipzig und Stuttgart sind beteiligt.

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Erstellt:
18. September 2020, 08:20 Uhr
Lesedauer:
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