Die Macht der Altvorderen in der CDU

Berlin (bms) – Armin Laschet dürfte seine Kanzlerkandidatur nicht zuletzt Wolfgang Schäuble zu verdanken haben.

An ihm geht in der CDU kein Weg vorbei: Wolfgang Schäuble. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa/Archiv

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An ihm geht in der CDU kein Weg vorbei: Wolfgang Schäuble. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa/Archiv

Von BT-Korrespondent Hagen Strauß

Die Orte, an denen CDU-Chef Armin Laschet in Berlin die entscheidenden Gespräche auf dem Weg zu seiner Kanzlerkandidatur geführt hat, sagen schon viel aus. Mindestens zweimal traf er sich mit Getreuen in der hessischen Landesvertretung. Hausherr ist Volker Bouffier. Dann war es ein Raum auf der Präsidialebene des Reichstags, in dem Laschet CSU-Chef Markus Söder Paroli bot. Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat hier das Sagen.
Bouffier und Schäuble – zwei mächtige Altvordere, an denen in der CDU kein Weg vorbeigeht. Durch ihre langjährige Regierungserfahrung und zahlreichen Ämter haben sie sich große Autorität erworben; sie ziehen verlässlich die Strippen. Bouffier, 69 Jahre alt, Ministerpräsident und CDU-Vize. Schäuble, 78 Jahre alt, kampferprobt in fünf Jahrzehnten politischen Daseins. Niemand sitzt länger im Bundestag als er, niemand hat mehr ministerielle Erfahrung. Mit den beiden grauen CDU-Eminenzen legt man sich besser nicht an. Das musste auch Söder erfahren.

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