Die KÜche als Versuchslabor

Baden-Baden (dk) – Auf der Fensterbank sammeln sich kuriose Experimente. „Wird alles noch gebraucht“, versichern die Kinder. „Lebensnah“ schreibt Daniela Körner diese Woche, wie manches schiefgehen kann.

Momentaufnahmen aus dem Alltag der BT-Redakteure sind unter der Rubrik „Lebensnah“ zu finden. Grafik: stock-adobe.com/Badisches Tagblatt

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Momentaufnahmen aus dem Alltag der BT-Redakteure sind unter der Rubrik „Lebensnah“ zu finden. Grafik: stock-adobe.com/Badisches Tagblatt

Von Daniela Körner

Selleriestangen dümpeln in blau gefärbtem Wasser vor sich hin, Bohnen weichen in einem Trinkglas auf. Aufgehängt an zwei Zahnstochern schwimmt ein Avocadokern zur Hälfte in Wasser: Weggeräumt werden darf davon nichts. „Das brauch’ ich noch“, wird mir versichert. Die Bohnen und die Avocado sollen später im Garten eingepflanzt, der Sellerie muss noch für eine Sachunterrichts-Aufgabe aufgeschnitten und genau betrachtet werden. Manchmal geraten die Experimente in Vergessenheit – wie vor einiger Zeit die verschrumpelte Kartoffel in einem riesigen Umzugskarton, in den ein kleines Loch geschnitten war. Wochenlang mussten wir um diesen Karton herumlaufen, der an der hellsten Stelle des Treppenhauses platziert war. Wie entwickelt sich eine Kartoffel, die nur eine kleine Lichtquelle hat? So oder ähnlich lautete die Frage. Irgendwie passierte nichts, außer dass doch immer wieder jemand gegen den Karton bollerte und der Erdapfel durch die Kiste kullerte. Dumm nur, dass wir Eltern nicht immer sofort erkennen, dass gerade etwas Großes entsteht. Die Auberginensamen waren nicht nur teuer, sondern auch noch winzig klein: Drei Stück hatte meine Tochter in Wasser gelegt, um das Keimen zu beschleunigen. Das Glas stand direkt neben der Spüle...

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Erstellt:
14. Juni 2020, 10:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 36sec

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