Das Leid der Küken geht weiter – vorerst zumindest

Berlin (bms) – Das Kükenschredder-Verbot, das ab Januar 2022 gelten soll, hat bisher kaum einen vorauseilenden Effekt gehabt. Allein 2020 wurden 40,5 Millionen Tiere nach dem Schlüpfen getötet.

Das millionenfache Töten männlicher Küken in der deutschen Legehennenhaltung soll ab Anfang 2022 verboten sein – so ein Gesetzentwurf. Foto: Wüstneck/dpa/Archiv

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Das millionenfache Töten männlicher Küken in der deutschen Legehennenhaltung soll ab Anfang 2022 verboten sein – so ein Gesetzentwurf. Foto: Wüstneck/dpa/Archiv

Von BT-Korrespondent Hagen Strauß

Die Zahl ist zwar gesunken, doch das millionenfache Kükentöten in Deutschland geht weiter. Im vergangenen Jahr wurden 40,5 Millionen Tiere nach dem Schlüpfen geschreddert oder vergast. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen hervor, die unserer Redaktion vorliegt. Die Ankündigung eines Verbots ab dem kommenden Jahr hat damit kaum einen vorauseilenden Effekt gehabt. Jetzt könnte es sogar sein, dass das Schreddern doch nicht bis zum genannten Termin untersagt wird.
Anfang Januar hatte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) ihren Gesetzentwurf durch das Kabinett gebracht, mit dem das routinemäßige Töten frisch geschlüpfter, männlicher Küken in Deutschland von Januar 2022 an verboten werden soll. Das Geschlecht der Tiere muss dann schon im Ei bestimmt werden, so dass die männlichen Küken nicht weiter bebrütet werden und gar nicht erst schlüpfen. Der Gesetzentwurf sieht zudem eine zweite Stufe vor: Von Januar 2024 an müssen Methoden angewandt werden, die zur Geschlechterbestimmung schon vor dem siebten Bruttag greifen. Denn ab dem siebten Tag empfänden Hühnerembryonen Schmerz, heißt es im Entwurf.

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