Das Herz, das Benzin durch die Adern pumpt

Rheinmünster (fk) – Die Strategiezentralen von Formel-1-Teams stecken in Millionen Euro teuren Lkw-Aufliegern. Gebaut werden diese in Rheinmünster.

Bei allen Europarennen im Einsatz: Zum Abschluss der Wartungsarbeiten stehen die Racetrailer von Ferrari und Haas auf dem Betriebshof von Bischoff & Scheck. Nikolay Kazakov

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Bei allen Europarennen im Einsatz: Zum Abschluss der Wartungsarbeiten stehen die Racetrailer von Ferrari und Haas auf dem Betriebshof von Bischoff & Scheck. Nikolay Kazakov

Von Florian Krekel

Spielberg, Österreich, Sommer 2019: Günther Steiner hat seine Handfläche eingedreht, kaut am Nagel seines kleinen Fingers. Der Chef des Formel-1-Teams von US-Multimillionär und Werkzeugfabrikant Gene Haas ist angespannt, blickt zu Boden. Wortlos. Die Fahrer berichten über die miserable Straßenlage des Autos: Dann ist die Besprechung vorbei. Steiner nimmt sich Ingenieur Ayao Komatsu zur Seite. Ihre Blicke heften sich auf Computerbildschirme, die Datentabellen und Geschwindigkeitskurven zeigen. Sie wurden nach und während des Trainings in Echtzeit in die acht mal 13 Meter große Kommandozentrale des Teams übertragen, dorthin wo während des Rennens die Ingenieure die Strategie austüfteln, kalkulieren, rechnen. Dorthin wo die Besprechungen stattfinden, die Analysen, dorthin, wo die deutlichen Worte fallen. Dorthin, wo vor einiger Zeit noch Arbeiter aus Rheinmünster schraubten, polierten und klebten.

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