DGB warnt vor rechten Kräften bei Mercedes in Rastatt

Rastatt (ser) – Das „Zentrum Automobil“ will bei den Betriebsratswahlen im Werk Rastatt möglichst stark werden. Die politischen Debatten am Band alarmieren Gewerkschaften und Verfassungsschutz.

Sorge um den Betriebsfrieden: Die politischen Diskussionen um die Betriebsräte sind auch bei den Mitarbeitern in den Werkshallen ein Thema. Foto: Uli Deck/dpa

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Sorge um den Betriebsfrieden: Die politischen Diskussionen um die Betriebsräte sind auch bei den Mitarbeitern in den Werkshallen ein Thema. Foto: Uli Deck/dpa

Von Sebastian Raviol

Es hat lange gedauert, bis sich Nicolas Klom äußern wollte. Und dann auch nur anonym – deswegen ist sein Name an dieser Stelle verändert. Doch die Vorgänge beim Mercedes-Benz-Werk in Rastatt möchte der Mitarbeiter jetzt nicht mehr unkommentiert lassen. Er hat Angst, dass politisch rechte Kräfte im Werk an Einfluss gewinnen. Die Entscheidung fällt an diesem Donnerstag: Dann sind Betriebsratswahlen.
Die rechte Gruppe „Zentrum Automobil“ tritt mit 37 Bewerbern an. „Das ist ein Nazi-Verein“, sagt Klom. „Es sind Nazis, die sich als Opposition darstellen.“ Das „Zentrum Automobil“ wurde 2009 in Untertürkheim gegründet und ist mit drei Plätzen im 35-köpfigen Betriebsrat in Rastatt vertreten. Bei der Wahl 2018 traten neun männliche Bewerber an, hauptsächlich aus der Produktion. Daraus wurde nun zur Wahl am Donnerstag eine deutlich stärkere Liste mit Mitarbeitenden aus vielen Bereichen, auch drei Frauen sind dabei.

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