Corona kompakt: 520 Neuinfektionen in Baden-Württemberg

Baden-Baden (red/dpa) – Das Coronavirus ist seit Monaten das beherrschende Thema in der Welt, in Europa, Deutschland und auch in Mittelbaden. Die BT-Onlineredaktion informiert fortlaufend über die aktuellen Entwicklungen.

Und wieder ein Anstieg: Innerhalb von 24 Stunden haben sich mehr als 4.700 Menschen in Deutschland neu infiziert. Symbolfoto: Niaid/Europa Press/dpa

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Und wieder ein Anstieg: Innerhalb von 24 Stunden haben sich mehr als 4.700 Menschen in Deutschland neu infiziert. Symbolfoto: Niaid/Europa Press/dpa

Stuttgart überschreitet Warnwert: Stuttgart hat die wichtige Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten. Die baden-württembergische Landeshauptstadt gab am Samstagabend den Wert für die 600-000-Einwohnermetropole mit 50,5 an. Damit sei die Eingriffsstufe erreicht. Im Landkreis Esslingen spitzt sich die Lage mit einem Wert von 59,8 zu. Im Landesschnitt beträgt der Wert nur 25,8. Am Samstag wurden in Stuttgart 82 neue Infektionen innerhalb der letzten 24 Stunden gemeldet.

520 Neuinfektionen in Baden-Württemberg: In Baden-Württemberg haben sich in den vergangenen 24 Stunden 520 Menschen neu infiziert. Damit steigt die Zahl der Infektionen auf 53.853. Das meldete das Landessozialministerium am Samstagabend mit einem Datenstand von 16 Uhr. Zwei weitere Patienten sind demnach verstorben, sodass 1.901 Todesopfer im Land zu beklagen sind. Gleichzeitig sind 284 Personen wieder gesund geworden, sodass die Zahl der Genesenen auf 46.054 steigt. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag bei 25,8.

Neuer Höchstwert in Frankreich: In Frankreich haben sich binnen 24 Stunden 26.896 Menschen mit dem Coronavirus infiziert - das sind so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Die Zahl der Infektionen machte damit am Samstag im Vergleich zum Vortag noch mal einen deutlichen Sprung nach oben. Am Freitag wurden 20.339 Neuinfektionen gemeldet. Auch das war ein Rekordwert. Die Zahl der Todesfälle stieg am Samstag um 54 auf 32.684. In Frankreich leben rund 67 Millionen Menschen.

Viele Spanier flüchten aus Madrid: Viele Madrilenen haben eine kurze Unterbrechung der Abriegelung des Corona-Hotspots Madrid genutzt, um die spanische Hauptstadt zu verlassen. Ein Gericht hatte die von der Zentralregierung wenige Tage zuvor angeordnete weitgehende Abriegelung für rechtswidrig erklärt. Für rund 24 Stunden war die Stadt damit offen. Dann setzte die Regierung die Maßnahme auf anderer Rechtsgrundlage wieder in Kraft. Bis dahin hätten fast 80.000 Fahrzeuge die Stadt verlassen.

Trump tritt wieder auf: US-Präsident Donald Trump hat am Samstagabend vor dem Weißen Haus Anhänger für seinen ersten öffentlichen Auftritt nach seiner Covid-19-Erkrankung versammelt. Er will bei einem „friedlichen Protest für Recht und Ordnung“ sprechen, teilte die Regierung mit. Nach Angaben von US-Medien wurden zu der Veranstaltung rund 2.000 Personen eingeladen. Trump wollte sich vom Balkon des Weißen Hauses an sie wenden. Das für nächste Woche geplante zweite TV-Duell mit seinem demokratischen Herausforderer Joe Biden wurde derweil offiziell abgesagt. Trump wollte keine Online-Debatte, sondern bestand auf einem realen Treffen.

Corona-Ausbruch in Altenheim: In einem niedersächsischen Alten- und Pflegeheim ist es nach Angaben des Landkreises Osnabrück zu einem Corona-Ausbruch gekommen. Eine 85 Jahre alte Frau sei im Krankenhaus gestorben. Weitere 27 Bewohner und 13 Mitarbeiter im Vitalis-Wohnpark in Bad Essen seien positiv auf das Virus getestet worden, teilte der Kreis am Samstag mit. Eine besondere Herausforderung sei die hohe Zahl von rund 200 Besuchern zu informieren. Der Landkreis lag am Samstag mit 28,8 insgesamt noch deutlich unter dem kritischen Schwellenwert von 50 Corona-Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen.

Verstöße gegen Sperrstunde: Gegen die neue Sperrstunde in Berlin soll es laut Medien viele Verstöße gegeben haben. Die Polizei kontrollierte die neue Regel im Rahmen der normalen Einsätze. Teils sollen sich Gäste und Wirte den polizeilichen Anweisungen widersetzt haben.

Party mit mehr als 100 Teilnehmern: Mehr als 100 junge Menschen haben in der Nacht zu Samstag in Trier eine Party gefeiert. Die Veranstaltung habe „unter Missachtung jeglicher Vorsichtsmaßnahmen“ in einem Partyraum im Stadtteil Feyen stattgefunden, teilte die Polizei mit. Anwohner hatten die Beamten um 3 Uhr nachts alarmiert. Einige Partygäste seien beim Eintreffen der Beamten in einen nahegelegenen Wald geflüchtet. Die Polizei habe die Personalien von mehr als 70 Jugendlichen und jungen Erwachsenen festgestellt.

Deutliches Plus in Österreich: Auch in Österreich sind die täglichen neuen Infektionen auf den Rekordwert von 1.235 gestiegen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Samstag bleibt dabei Wien mit 511 Neuinfektionen binnen 24 Stunden landesweit der Spitzenreiter. In den Krankenhäusern veränderte sich die Lage den Angaben zufolge nicht. Insgesamt stieg die Zahl der sogenannten aktiven Fälle auf 10.800. Unter Berücksichtigung der Einwohnerzahl liegen die Zahlen der Neuinfektionen und der aktiven Fälle deutlich über den aktuellen deutschen Werten.

Über zehn Millionen Infizierte in Südamerika: In Südamerika und der Karibik haben sich bislang mehr als zehn Millionen Menschen infiziert. Seit Beginn der Pandemie wurden offiziell 10.001.833 Fälle gemeldet. Mehr als 366.600 Menschen starben. In Brasilien starben mehr als 149.600 Menschen. Es folgen Kolumbien, Argentinien und Peru. Mexiko hat zwar weniger Fälle verzeichnet, allerdings die vierthöchste Corona-Todesrate weltweit – mit derzeit 83.507 Opfern.

NRW will kostenlose Tests für Urlauber: Das Land Nordrhein-Westfalen will in den Herbstferien kostenlose Testmöglichkeiten für Deutschland-Reisende aus nordrhein-westfälischen Risikogebieten ermöglichen. Das Gesundheitsministerium habe einen entsprechenden Erlass an die Kommunen versendet, teilte das Ministerium am Samstag mit. Wer aus einer Region komme, in der der Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche erreicht oder überschritten sei und für eine innerdeutsche Reise einen negativen Test brauche, solle sich kostenfrei testen lassen können. Die Laborkosten werden aus dem Gesundheitsfonds des Bundes übernommen, das Land trägt die Abstrichkosten der Ärzte, hieß es weiter.

Mehr als 4.700 Neuinfektionen: Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom Samstagmorgen 4.721 neue Corona-Infektionen gemeldet. Von Mittwoch auf Donnerstag war der Wert von 2.828 auf 4.058 erheblich gestiegen, von Donnerstag auf Freitag lag das Plus bei 4.516. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 319.381 Menschen in Deutschland infiziert (Datenstand 10. Oktober, 0 Uhr). Die Zahl der Todesfälle lag demnach bei 9.604. Das waren 15 mehr als am Vortag. Etwa 273.500 Menschen haben die Infektion überstanden. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 319 381 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 10.10., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag demnach bei 9604. Das waren 15 mehr als am Vortag. Etwa 273 500 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag laut Lagebericht vom Samstag bei 1,42 (Vortag: 1,34).

Köln überschreitet Warnschwelle: Die Stadt Köln hat die Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten. Das nordrhein-westfälische Landeszentrum Gesundheit gab den Wert für die Millionenstadt mit 54,8 an. Von diesem Samstag an gelten daher zahlreiche Einschränkungen, darunter ein Alkoholverbot in der Öffentlichkeit ab 22 Uhr sowie ein Alkoholverkaufsverbot an Party-Plätzen. Außerdem dürfen sich nur noch bis zu fünf Personen aus verschiedenen Haushalten in der Öffentlichkeit treffen. In Fußgängerzonen müssen die Menschen Masken tragen. Privatfeiern zuhause wurden auf zehn, in angemieteten Räumen auf 25 Personen beschränkt.

Land investiert 201 Millionen in Schutzausrüstung: Für Schutzausrüstung wie Overalls und Masken hat das Land bislang 201 Millionen Euro ausgegeben .Zahlungsverpflichtungen in Höhe von 20 Millionen Euro stehen noch aus, wie aus einer Antwort des Gesundheitsministeriums auf eine SPD-Anfrage hervorgeht. Die Ausrüstung wurde vom Land beschafft, als die üblichen unmittelbaren Lieferwege zu Beginn der Pandemie zusammengebrochen waren.

Mehr als 20.000 Neuinfektionen in Frankreich: In Frankreich hat die Zahl der Neuinfektionen erstmals die Schwelle von 20.000 überschritten. Zugleich siteg die Zahl der Intensivpatienten. Innerhalb von 24 Stunden wurden 20.339 neue Fälle gemeldet. Auf den Intensivstationen des Landes wurden am Freitagabend 1.439 Menschen behandelt, das waren 21 mehr als noch am Vortag. Die Zahl der Todesopfer seit Beginn der Pandemie stieg auf mehr als 32.600. Vor allem die Zahl der Intensiv-Patienten bereitet in Frankreich Sorge; im Großraum Paris sind bereits mehr als 40 Prozent der Intensivbetten belegt. Insgesamt gibt es landesweit 5.000 Betten für Notfallpatienten. In Deutschland gab es laut Statistischem Bundesamt zuletzt mehr als fünf Mal so viele Plätze.

Beherbergungsverbot in Rheinland-Pfalz: In Rheinland-Pfalz gilt ab dem kommenden Dienstag im Zuge bundesweit wieder steigender Corona-Infektionszahlen ein Beherbergungsverbot. Dies teilte die Staatskanzlei am Freitagabend mit. Auf der Internetseite der Landesregierung sollen Regionen und Kommunen mit einem erhöhten Infektionsrisiko bekannt gemacht werden. Beherbergungsbetriebe dürften keine Touristen mehr aufnehmen, die aus einem solchen Gebiet kommen oder dort ihren Wohnsitz haben. Urlauber aus innerdeutschen Risikogebieten sind ebenfalls ausgenommen, wenn sie einen negativen Corona-Test haben, der nicht älter als 24 Stunden ist. Die Verordnung betreffe ausschließlich touristische Angebote. Private Besuche oder geschäftliche Reisen seien ausgenommen. Zudem würden falsche Angaben auf Kontaktlisten ab diesem Samstag mit einem Bußgeld von 150 Euro bestraft.

527 Neuinfektionen im Land: Die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen in Baden-Württemberg ist von Mittwoch auf Donnerstag um 527 gestiegen. Insgesamt haben sich nach Angaben des Landesgesundheitsamts nun mindestens 53.333 Menschen nachweislich mit dem Erreger Sars-CoV-2 angesteckt. Es gab einen weiteren Todesfall im Land. Insgesamt sind im Zusammenhang mit dem Virus 1.899 Menschen, wie die Behörde mitteilte. Als genesen gelten 45.770 Menschen, 260 mehr als am Vortag. Der sogenannte Sieben-Tage-R-Wert lag laut Landesgesundheitsamt bei 1,34. Dieser Wert gibt an, wie viele Menschen ein Infizierter im Durchschnitt ansteckt. Die 7-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg stieg auf 23,6. Sie besagt, wie viele gemeldete Neuinfektionen je 100.000 Einwohner es in den vergangenen sieben Tagen gab. Im Landkreis Rastatt beträgt die 7-Tage-Izidenz 17,3, im Stadtkreis Baden-Baden 16,3.

25 neue Infektionen in Mittelbaden: Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Mittelbaden hat sich Donnerstag auf Freitag um 25 auf insgesamt 1.034 erhöht. Sie verteilen sich auf den Landkreis Rastatt (789, plus 20) sowie den Stadtkreis Baden-Baden (245, plus 5). Als genesen gelten 939 Patienten – das sind zwei mehr als am Vortag. Die Neuinfektionen verteilen sich auf Gaggenau (plus 11), Baden-Baden (plus 5), Rastatt (plus 2) sowie Bühl, Bühlertal, Gernsbach, Kuppenheim, Ötigheim, Rheinmünster, und Sinzheim (jeweils plus 1). Die derzeit 57 aktiven Fälle sind in Gaggenau (17), Bühl (11),Baden-Baden (10), Rastatt (7), Gernsbach (3), Loffenau (2), Bühlertal, Durmersheim, Kuppenheim, Lichtenau, Ötigheim, Rheinmünster, und Sinzheim (je 1) zu verorten. Weiterhin gibt es 38 Todesfälle zu beklagen.

37 Neuinfektionen in der Ortenau: Von Donnerstag auf Freitag hat es im Ortenaukreis 37 Neuinfektionen gegeben. Damit steigt die Fallzahl der positiven Getesteten auf 1.782 (Stand: 9. Oktober, 14 Uhr). Die neuen Fälle stammen aus Lahr (7), Offenburg, Kehl (je 6), Ohlsbach (3), Gengenbach, Neuried, Ettenheim (je 2), Rust, Mahlberg, Nordrach, Sasbachwalden, Achern, Oppenau, Schutterwald, Friesenheim und Durbach (je 1). Um den Überblick über Infektionsketten zu behalten, müssen Landkreise mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage ein konsequentes Beschränkungskonzept umsetzen. Für die Ortenau beträgt die entscheidende Höchstzahl bei rund 430.000 Einwohnern 215 positive Labornachweise. Mit Stand 9. Oktober liegt der Wert bei 178 gemeldeten Neuinfektionen „41,25“ pro 100.000 Einwohner.

Fall im Deutsch-französischen Kindergarten: Im Deutsch-französischen Kindergarten „Le Petit Prince“ in Baden-Baden ist ein Kind positiv auf das Coronavirus getestet worden. In Absprache mit dem Gesundheitsamt sind ab sofort zwei Gruppen geschlossen, teilte die Stadt am Freitag mit. Die Eltern werden vom Träger der Einrichtung informiert, so die Mitteilung weiter.


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