Corona kompakt: 41 Neuinfektionen in Mittelbaden

Baden-Baden (BT/dpa) – Corona ist das beherrschende Thema in der Welt, in Europa, Deutschland und auch in Mittelbaden. Das BT informiert fortlaufend über die aktuellen Entwicklungen.

Corona kompakt: 41 Neuinfektionen in Mittelbaden

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen hat sich in Mittelbaden um 41 auf 12.326 erhöht.. Symbolfoto: Julian Stratenschulte/dpa

Inzidenz in Gaggenau: Die Sieben-Tage-Inzidenz in Gaggenau lag am Montag bei 56,7. Das teilte die Stadt auf ihrer Homepage mit.

Lage im Südwesten: Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen hat sich in Baden-Württemberg nach Angaben des Landesgesundheitsamts von Sonntag auf Montag (Stand: 16 Uhr) um 225 aus insgesamt 495.922 und die der an oder mit einer Covid-19-Infektion verstorbenen Patienten um 13 auf insgesamt 10.030 erhöht. Als genesen gelten 475.454 Infizierte, 766 mehr als am Vortag. Der R-Wert lag bei 0,75. Das bedeutet, dass 100 Infizierte im Mittel 75 weitere Menschen anstecken. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag landesweit bei 28,1 (Vortag: 29,4), im Landkreis Rastatt bei 32,4 (Vortag: 33,3) und im Stadtkreis Baden-Baden bei 19,9 (unverändert). Bis Sonntagabend hatten 4.889.283 Menschen eine Erstimpfung erhalten, bei 2.307.438 wurde die Immunisierung bereits abgeschlossen. Nach Daten des Divi-Intensivregisters (www.intensivregister.de) sind 253 Covid-19-Fälle in intensivmedizinischer Behandlung, davon werden 157 (62,0Prozent invasiv beatmet. Insgesamt sind derzeit 1.958 von 2.367 verfügbaren Intensivbetten (82,7 Prozent) belegt.

Moderna beantragt Impfstoff-Zulassung für Kinder: Der US-Pharmakonzern Moderna hat die Zulassung seines Corona-Impfstoffs für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren in der EU beantragt. Eine Studie habe eine Wirksamkeit von 100 Prozent in der Altersgruppe zwischen zwölf und 17 Jahren ergeben, betonte das Unternehmen am Montag. Bisher ist in der EU nur der Impfstoff von Biontech/Pfizer für diese Altersgruppe zugelassen. Grundlage für den Antrag ist eine Studie mit mehr als 3.700 Teilnehmern im Alter von zwölf bis 17 Jahren in den USA. „In dieser Studie wurden keine Fälle von Covid-19 bei Teilnehmern beobachtet, die beide Dosen des Moderna-Vakzins erhalten haben“, erklärte der US-Konzern am Montag.

Lockerungen im Stadtkreis Baden-Baden: Im Stadtkreis Baden-Baden gelten ab Dienstag, 8. Juni, die Regelungen der Öffnungsstufe 2. Damit treten weitere Lockerungen in Kraft. Die gültige Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg mit den einzelnen Bestimmungen der Öffnungsstufe 2 ist hier abrufbar.

Land will Forschung zu Corona-Spätfolgen fördern: Depressionen und Trauer, Erschöpfung, Angstzustände und Geruchsverlust – gelten Menschen nach einer Corona-Infektion offiziell als genesen, sind sie oft noch lange nicht gesund. Einige Betroffene leiden noch Wochen oder Monate an den Folgen der Infektion. Die Spätfolgen sollen in einem gemeinsamen Projekt mehrerer medizinischer Fakultäten und Uni-Kliniken erforscht werden. Das Land will diese Studie nach Angaben der „Heilbronner Stimme“ und des „Mannheimer Morgen“ (Dienstag) mit knapp 2,3 Millionen Euro fördern.

Inzidenz in Rastatt bei 84,1: Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Montag in der Stadt Rastatt bei 84,1. Das teilte die Stadtverwaltung mit.

Freizeitparks dürfen öffnen: Ab Dienstag können vor dem Hintergrund sinkender Inzidenzen und aufgrund des erfolgreich durchgeführten Modellprojekts im Europa-Park in Baden-Württemberg wieder alle Freizeitparks öffnen. Das Modellprojekt sei in Rust erfolgreich verlaufen, dabei konnten aber auch mögliche Schwachstellen erkannt und beseitigt werden. So sind insbesondere die Wartezeiten an den Hauptattraktionen und die damit verbundenen Menschenansammlungen eine große Herausforderung. Zudem kam der Zwischenbericht der wissenschaftlichen Begleitung zu dem Schluss, dass die Oberflächendesinfektion der Fahrgeschäfte aufgegeben werden kann, wenn dadurch kürzere Wartezeiten möglich sind und das Angebot an Desinfektionsmöglichkeiten für Besucherinnen und Besucher insgesamt erhöht wird. Der Europa-Park hat hier bereits Maßnahmen ergriffen, um Abhilfe zu schaffen. So wurden weitere Hygieneangebote bereitgestellt und verstärkt Sicherheitspersonal an kritischen Stellen eingesetzt. So konnte am Ende eine bessere Steuerung der Besucherströme erreicht werden, teilte das Ministerium mit.

41 Neuinfektionen und ein Todesfall in Mittelbaden: Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen hat sich in Mittelbaden nach Angaben des Gesundheitsamts Rastatt von Freitag auf Montag (Stand: 14 Uhr) um 41 auf 12.326 erhöht. Diese verteilen sich auf den Landkreis Rastatt (10.176, plus 35) sowie den Stadtkreis Baden-Baden (2.150, plus 6). Die meisten Neuinfektionen gab es in der Stadt Rastatt (14), gefolgt von Durmersheim (7), dem Stadtkreis Baden-Baden (6), Bühl (4), Bischweier, Gaggenau, Ottersweier und Sinzheim (je 2) sowie Bühlertal und Elchesheim-Illingen (je 1). Im Landkreis Rastatt gab es einen weiteren Todesfall. Dieser betrifft die Altersgruppe 90 Jahre und älter. Somit sind nun insgesamt 265 Todesfälle zu beklagen. Als genesen gelten 11.850 Infizierte, 66 mehr als am Freitag. Derzeit gibt es 211 aktive Fälle (minus 26) – und zwar in Rastatt (62), Baden-Baden (46), Gaggenau (18), Durmersheim (16), Sinzheim (11), Bühl (10), Bischweier (7), Iffezheim (6), Au am Rhein, Bühlertal, (je 5), Muggensturm, Ottersweier (je 4), Gernsbach, Steinmauern (je 3), Hügelsheim, Kuppenheim, Lichtenau (je 2), Bietigheim, Elchesheim-Illingen, Forbach, Loffenau sowie Rheinmünster (je 1).

Neues Corona-Spucktestzentrum in Baden-Baden: Am 4. Juni hat in Baden-Baden in der Stephanienstraße 9 ein Corona-Spucktest-Zentrum eröffnet. Laut einer Pressemitteilung bezieht das Testzentrum die Tests von einer in Baden-Baden ansässigen Klinik. Es handelt sich dabei um reine Spucktests, Nasen- und Rachenabstrich entfallen dabei. Ein Euro pro Test wird an den Freundeskreis Palliativ Kinder e.V. Baden-Baden gespendet. Geöffnet ist das Zentrum von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr, an den Wochenenden und Feiertagen von 10 bis 18 Uhr. Weitere Informationen gibt es hier.

Rastatter Touristinfo öffnet: Die Rastatter Touristinfo in der Herrenstraße am Rastatter Schloss öffnet ab Freitag, 11. Juni, wieder ihre Türen. In den Räumlichkeiten dürfen sich zeitgleich maximal zwei Besucher/ aufhalten – mit Abstand und Mundschutz. Aktuell müssen noch die Kontaktdaten der Gäste erfasst werden. Dafür kann einfach und unkompliziert die Luca-App verwendet werden, teilte die Stadtverwaltung mit. Die Touristinfo hat ihr Sortiment erweitert. Die Touristinfo ist von Montag bis Freitag von 10 bis 17 Uhr geöffnet und samstags von 10 bis 14 Uhr. Die Rastatter Rathäuser und Verwaltungsgebäude werden am Montag, 5. Juli, wieder regulär ihre Türen öffnen. Eine vorherige Terminvereinbarung wie bislang üblich ist dann nicht mehr notwendig.

Corona-Krise reduziert Rentenansprüche kaum: Der tiefe Wirtschaftseinbruch durch die Corona-Krise wird voraussichtlich nur relativ geringe Auswirkungen auf die Rentenansprüche älterer Beschäftigter haben. Das ist das Ergebnis einer von der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung geförderten Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), die am Montag veröffentlicht wurde. Demnach muss die Gruppe der 50- bis 64-Jährigen verglichen mit einem Szenario ohne Corona-Krise einen „leichten Rückgang von etwa einem Prozent der Rentenanwartschaften“ hinnehmen.

Deutlich stärkere Immunantwort: Eine kombinierte Impfung mit Astrazeneca als erste und Biontech/Pfizer als zweite Dosis ist nach vorläufigen Erkenntnissen einer neuen Studie der Universität des Saarlands „deutlich wirksamer“ als eine zweifache Astrazeneca-Impfung und etwas höher als bei einer doppelten Biontech-Impfung. Die gemischte Impfung habe rund zehnmal mehr Antikörper produziert als bei einem einheitlichen Vorgehen, so die Forscher.

Slowakei verimpft Sputnik V: Als zweites EU-Land nach Ungarn hat die Slowakei am Montag mit der Verabreichung des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V begonnen. Das Land hatte 200.000 Dosen gekauft.

Österreich verlängert Kurzarbeit: In Österreich wird die Möglichkeit von Kurzarbeit verlängert. Ab Juli würden zwei Modelle angeboten, teilten Regierung und Sozialpartner am Montag mit. Für besonders von der Pandemie betroffene Branchen mit mindestens 50 Prozent Umsatzausfall wie die Stadthotellerie und die Luftfahrt sollen bis Jahresende im Wesentlichen dieselben Bedingungen wie bisher gelten - das heißt, die Arbeitszeit kann bis auf null Prozent sinken. Ein Übergangsmodell für die anderen Wirtschaftsbereiche sieht eine um 15 Prozent reduzierte Förderhöhe vor, die von den Unternehmen zugunsten der Beschäftigten auszugleichen sind. Außerdem gibt es weitere Auflagen wie eine Woche Urlaubsabbau für je zwei Monate Kurzarbeit. Dieses Modell soll bis Sommer 2022 gelten.

130.000 neue Impftermine: Berlin will mit Aufhebung der Impfpriorisierung an diesem Montag rund 130.000 zusätzliche Corona-Erstimpfungstermine freischalten. Damit sei bereits am Sonntag begonnen worden, sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD). Tatsächlich konnten am Montag über die Telefon-Hotline Impftermine für Anfang Juli gebucht werden.

Fallzahlen für die Ortenau: Der Ortenaukreis meldet am Montag 33 Neuinfektionen für den Zeitraum zwischen Freitagnachmittag und Sonntagabend.

Spanien öffnet Grenzen für Geimpfte: Spanien hat am Montag seine Grenzen für Geimpfte aus aller Welt geöffnet. Als weitere Erleichterung müssen nicht-geimpfte Urlauber aus Europa bei ihrer Einreise nicht mehr einen höchstens 72 Stunden alten PCR-Test vorlegen - ein Antigen-Schnelltest reicht ab sofort. Auch Kreuzfahrtschiffe dürfen wieder an Spaniens Küsten anlegen.

Warnungen in Großbritannien: Zwei Wochen vor der geplanten Aufhebung aller Corona-Maßnahmen am 21. Juni in England nehmen die Warnungen von Wissenschaftlern zu. Das Land kämpft zurzeit mit der Ausbreitung der Delta-Variante und steigenden Infektionszahlen.

Betriebsärzte sehen sich gut gerüstet für Corona-Impfungen: Mit dem Wegfall der Priorisierung von einzelnen Bevölkerungsgruppen beginnen nun auch in den Unternehmen deutschlandweit die Corona-Impfungen. Der Verband der Deutschen Betriebs- und Werksärzte (VDBW) sieht die Mediziner dabei gut gerüstet – verweist zugleich aber auf die noch geringe Menge an zur Verfügung stehenden Impfstoffen.

Spahn verweist auf Arbeitsministerium: Zum Vorwurf, minderwertige Masken an Obdachlose und Behinderte verteilt zu haben, hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Montag klargestellt, dass der Vorstoß vom Arbeitsministerium gekommen sie. Dies habe Masken zuerst für Kliniken, Ärzte und Pflege bereitgestellt. Als dann weitere Masken verfügbar gewesen seien, habe man diese an Länder und Kommunen und Einrichtungen der Obdachlosen- und Behindertenhilfe verteilt. Entscheidend sei, dass alle Masken geprüft worden seien und einen sicheren Infektionsschutz geboten hätten - auch wenn sie keine EU-Zertifizierung gehabt hätten.

Weiterer Haftbefehl wegen Schnelltestbetrugs: Im Fall von mutmaßlichem Betrug in Corona-Schnelltestzentren wurde Haftbefehl gegen einen weiteren Firmenverantwortlichen erlassen. Ihm werde bandenmäßiger Betrug vorgeworfen, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Montag in Bochum. Der Mann und ein Kollege waren am Freitag festgenommen und dem Haftrichter vorgeführt worden.

Inzidenzwert für Bühl: Die Stadt Bühl meldet am Montagmorgen eine Sieben-Tage-Inzidenz von 34.

Impfpriorisierung endet: Die Impfpriorisierung in Deutschland endet an diesem Montag. Impfwillige können sich von nun an unabhängig von der bisher gültigen Prioritätenliste in Deutschland gegen Corona impfen lassen. Mit dem Ende der Priorisierung ist die Vergabe des Impfstoffs generell an die gesamte Bevölkerung möglich. In Deutschland können nun alle ab zwölf Jahren geimpft werden. Allerdings soll es den Sommer über dauern, bis für alle genug Impfstoff da ist. Deshalb wird weiterhin um Geduld geworben. Gleichzeitig starten die Impfungen durch Betriebsärzte.

Weitere Lockerungen in Baden-Württemberg: In Baden-Württemberg treten am Montag weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen in Kraft. In Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 35 entfällt die Testpflicht für den Besuch im Freibad, in der Außengastronomie oder bei Kulturveranstaltungen. Zugleich sind Konzerte oder Theateraufführungen im Freien mit bis zu 750 Teilnehmern erlaubt. In der Gastronomie dürfen wieder bis zu 50 Menschen sowohl innen als auch außen zusammenkommen. Voraussetzung ist ein negativer Schnelltest oder der Nachweis, geimpft oder genesen zu sein. Auch für Regionen mit höheren Infektionszahlen gibt es Lockerungen. Die sogenannte Öffnungsstufe drei ist nun schneller als bisher erreichbar, nämlich bei fünf aufeinanderfolgenden Tagen mit einer Inzidenz unter 50. Kneipen und Restaurants dürfen in diesem Fall dann bis 1 Uhr nachts öffnen.

Homeoffice nützt dem Klima: Würden mehr Menschen dauerhaft im Homeoffice arbeiten, ließen sich dadurch klimaschädliche CO2-Emissionen einsparen. Dabei spielen die genauen Arbeits- und Lebensumstände aber eine entscheidende Rolle, genau wie die Jahreszeit. Das geht aus einer Untersuchung der britischen Umweltschutz-Organisation Carbon Trust im Auftrag des Vodafone-Instituts hervor. Die Corona-Krise und der damit verbundene Wechsel ins Homeoffice hat demnach deutliche Spuren in der CO2-Bilanz der deutschen Wirtschaft hinterlassen: Davon ausgehend, dass im Schnitt 18,4 Millionen Menschen zwischen März 2020 und März 2021 rund 3,5 Tage pro Woche im Homeoffice arbeiteten, schrumpfte der CO2-Fußabdruck jedes einzelnen Berufstätigen um 72 Prozent. Vor allem die wegfallende Pendelei sowie der reduzierte Energieverbrauch in nicht genutzten Büros zeige Wirkung. Den ganzen Bericht können Sie hier lesen.

Fallzahlen sinken weiter: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 1.117 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Montagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5.20 Uhr wiedergeben (Vorwoche: 1.978). Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Montagmorgen mit bundesweit 24,3 an (Vortag: 24,7; Vorwoche: 35,1). Das RKI wies allerdings daraufhin, dass der Feiertag am Donnerstag in vielen Bundesländern die Zahlenbasis verändert haben könnte. Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 22 neue Todesfälle verzeichnet (Vorwoche: 36 Tote). Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.701.484 nachgewiesene Infektionen. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.542.700 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, lag demnach bei 89.244. Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Sonntagabend bei 0,81 (Vortag: 0,84).