Corona kompakt: Inzidenz sinkt bundesweit auf 20,8

Baden-Baden (BT/dpa) – Corona ist das beherrschende Thema in der Welt, in Europa, Deutschland und auch in Mittelbaden. Das BT informiert fortlaufend über die aktuellen Entwicklungen.

Corona kompakt: Inzidenz sinkt bundesweit auf 20,8

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen hat sich um 9 auf insgesamt 12.335 erhöht. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

3.254 Neuinfektionen: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 3.254 Corona-Neuinfektionen gemeldet (Vorwoche: 4.917). Das geht aus Zahlen vom Mittwochmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5.03 Uhr wiedergeben. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Mittwochmorgen mit bundesweit 20,8 an (Vortag: 22,9; Vorwoche: 36,8). Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 107 neue Todesfälle verzeichnet (Vorwoche: 179). Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.705.942 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3 557.600 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, lag bei 89.491.Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert sank weiter auf 0,71 (Vortag: 0,76).

Inzidenz in Rastatt: Die Sieben-Tage-Inzidenz betrug am Dienstag in der Stadt Rastatt laut Stadtverwaltung 84,1. Der Wert hat sich gegenüber Montag nicht verändert.

Lage im Südwesten: Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen hat sich in Baden-Württemberg nach Angaben des Landesgesundheitsamts von Montag auf Dienstag (Stand: 16 Uhr) um 671 auf insgesamt 496.593 und die der an oder mit einer Covid-19-Infektion verstorbenen Patienten um 6 auf insgesamt 10.036 gestiegen. Als genesen gelten 476.239 Infizierte, 785 mehr als am Vortag. Der R-Wert lag bei 0,70 (Vortag: 0,75). Das bedeutet, dass 100 Infizierte im Mittel 70 weitere Menschen anstecken. Die Sieben-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen) lag landesweit bei 27,0 (Vortag: 28,1), im Landkreis Rastatt bei 26,8 (Vortag: 32,4) und im Stadtkreis Baden-Baden bei 14,5 (Vortag: 19,9). Bis Montagabend hatten 4.911.952 Menschen eine Erstimpfung erhalten, das entspricht einem Bevölkerungsanteil von 44,2 Prozent. Bei 2.360.771 Menschen wurde die Immunisierung abgeschlossen, hier gibt das Landesgesundheitsamt den Bevölkerungsanteil mit 21,3 an. Nach Daten des Divi-Intensivregisters sind 235 Covid-19-Fälle in intensivmedizinischer Behandlung, davon werden 152 (64,7 Prozent) invasiv beatmet. Insgesamt sind derzeit 2.042 von 2.367 verfügbaren Intensivbetten (86,3 Prozent) belegt.

Inzidenz in Gaggenau: Die Sieben-Tage-Inzidenz in Gaggenau lag am Dienstag bei 46,7. Am Montag betrug der Wert noch 56,7.

Start für digitalen Corona-Impfnachweis rückt näher: Der Start für den digitalen Corona-Impfpass in Deutschland rückt näher. Ab kommendem Montag (14. Juni) soll man sich in vielen Apotheken den digitalen Nachweis einer vollständigen Impfung nachträglich ausstellen lassen können, wie die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände am Dienstag in Berlin mitteilte. Bereits zuvor soll die freiwillige Anwendung namens „CovPass“ nach Angaben aus dem Bundesgesundheitsministerium für alle Interessenten in den App-Stores für Smartphones zur Verfügung stehen.

Neun Neuinfektionen in Mittelbaden: Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen hat sich in Mittelbaden nach Angaben des Gesundheitsamts Rastatt von Montag auf Dienstag (Stand: 14 Uhr) um 9 auf insgesamt 12.335 erhöht. Diese verteilen sich auf den Landkreis Rastatt (10.185, plus 8) sowie den Stadtkreis Baden-Baden (2.150, plus 1). Die Neuinfektionen verteilen sich auf Bühl, Kuppenheim (je 2), Bietigheim, Gaggenau, Ottersweier, die Stadt Rastatt und den Stadtkreis Baden-Baden (je 1). Es sind weiterhin 265 Todesfälle zu beklagen. Als genesen gelten 11.889 Infizierte, 39 mehr als am Montag. Derzeit gibt es 181 aktive Fälle (minus 30) – und zwar in Rastatt (46), Baden-Baden (36), Gaggenau (17), Durmersheim (15), Sinzheim (9), Bühl (8), Bischweier (7), Iffezheim (6), Au am Rhein, Bühlertal, Ottersweier (je 5), Muggensturm (4), Gernsbach, Kuppenheim, Steinmauern (je 3), Hügelsheim, Lichtenau (je 2), Bietigheim, Elchesheim-Illingen, Forbach, Loffenau sowie Rheinmünster (je 1).

Casino öffnet wieder: Mit den weiteren Lockerungsschritten öffnet auch das Casino im Kurhaus in Baden-Baden wieder. Das Automatenspiel öffnet ab Mittwoch, 9. Juni, täglich von 11 bis 22 Uhr, das Klassische Spiel ab Dienstag, 15. Juni, täglich von 17 bis 1 Uhr. Poker wird laut einer Mitteilung vorerst nicht angeboten. Ab 15. Juni gibt es auch wieder Führungen durch die historischen Spielsäle - stündlich ab 11 bis 14 Uhr.

Konjunkturerwartungen überraschend eingetrübt: Die Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten haben sich im Juni überraschend eingetrübt. Das Stimmungsbarometer des Forschungsinstituts ZEW fiel gegenüber dem Vormonat um 4,6 Punkte auf 79,8 Punkte, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung am Dienstag in Mannheim mitteilte. Experten hatten einen Anstieg auf 86,0 Punkte erwartet. Allerdings wird die aktuelle wirtschaftliche Lage deutlich besser bewertet. Der entsprechende Indikator stieg um 31,0 Punkte auf minus 9,1 Punkte. Erwartet wurde ein Anstieg auf minus 28,0 Punkte. Die wirtschaftliche Situation in Deutschland werde inzwischen wie vor der Corona-Pandemie im August 2019 beurteilt, erklärte das ZEW.

Umsatzeinbruch bei Bau- und Gartenmärkten: Nach den Absatzrekorden 2020 sind die Umsätze der Bau- und Gartenfachmärkte zwischen Januar und März 2021 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 21,3 Prozent auf 3,45 Milliarden Euro zurückgegangen, wie der Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten (BHB) am Dienstag in Köln mitteilte. 2020 hatte die Branche davon profitiert, dass sie früh als „systemrelevant“ eingestuft wurde und ihre Läden im ersten Lockdown rasch wieder öffnen durften.

Deutlich weniger Fußballer: Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat am Mittwoch einen Mitgliederrückgang im Amateurbereich von rund zehn Prozent für die Saison 2020/21 im Vergleich zur Vorsaison gemeldet. Das sind 1,81 Millionen Spieler weniger. Dies sei in erster Linie auf die fehlenden Sportangebote in Pandemiezeiten zurückzuführen. Auch die Zahl der gemeldeten Fußballmannschaften (138.442 Teams) ging um 2,5 Prozent zurück.

Briten reisen früher ab: Etwa 27.000 britische Urlauber haben Portugal am Wochenende und am Montag angesichts einer neuen zehntägigen Pflicht zur Corona-Quarantäne in der Heimat verlassen. Das berichtete die Zeitung „Publico“ am Dienstag unter Berufung auf den Präsidenten des Tourismusverbandes der Region Algarve im Süden des Landes. Viele hätten geklagt, dass sie ihre Ferien abkürzen und teure Ersatzflüge buchen mussten, berichtete die BBC. Die britische Regierung hatte das beliebte Urlaubsland am Donnerstag nach nur drei Wochen wieder von der grünen Liste der Länder gestrichen, die ohne Quarantänepflicht bei der Rückkehr besucht werden dürfen.

Kreisimpfzentrum schaltet neue Impftermine frei: Das Kreisimpfzentrum Baden-Baden schaltet am Dienstag, 8. Juni, weitere Termine für Corona-Schutzimpfungen frei. Ab 16 Uhr können die neuen Impftermine über die bundesweit geltende Rufnummer 116117 oder die Internet-Plattform www.impfterminservice.de gebucht werden.

46 Prozent mindestens einmal gegen Corona geimpft: In Deutschland sind inzwischen 46 Prozent der Menschen mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft worden. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom Dienstag (Stand: 10.05 Uhr) haben 38,2 Millionen Menschen mindestens eine Impfdosis erhalten. 18,2 Millionen Menschen (21,9 Prozent) sind vollständig geimpft. Insgesamt sind demnach 55,5 Millionen Impfdosen verabreicht worden. Am Montag wurden laut RKI 577 653 Dosen gespritzt.

Ministerium hält Testbescheinigungen für zumutbar: Das baden-württembergische Kultusministerium hält es für zumutbar, dass die Schulen Kindern und Jugendlichen zweimal in der Woche Bescheinigungen über negative Corona-Tests ausstellen. „Wir sind uns darüber im Klaren, dass die Bescheinigungen von Testergebnissen eine zusätzliche Belastung für die Schulen darstellt“, sagte ein Sprecher von Landeskultusministerin Theresa Schopper (Grüne) am Dienstag in Stuttgart zur Kritik des Lehrerverbands VBE. Er sagte allerdings auch: „Wir wollen damit aber die ehrenamtliche Arbeit außerhalb der Schule – zum Beispiel beim Sport, der gerade jetzt so wichtig für die Kinder und Jugendlichen ist – entlasten, und vor allem wollen wir damit die Belastung der Kinder und Jugendlichen reduzieren, damit sie sich nicht weiteren Tests unterziehen müssen.“

Über eine Million Bürger haben ein EU-Impfzertifikat: Mehr als eine Million Bürger in der Europäischen Union verfügen bereits über ein digitales EU-Impfzertifikat. Dies sagte EU-Justizkommissar Didier Reynders während der Plenarsitzung des Europäischen Parlaments am Dienstag. Der Impfpass werde „es den EU-Bürgern leichter machen, ihr Grundrecht auf Freizügigkeit wahrzunehmen“ und sei ein „praktisches Instrument“, um sicheres Reisen im Sommer zu ermöglichen. Die elektronische Plattform für die Überprüfung von Impfzertifikaten soll am 1. Juli an den Start gehen. Sie soll neben Angaben zu Impfungen auch Informationen über Tests oder überstandene Corona-Infektionen enthalten. Mitgliedstaaten können schon jetzt Zertifikate ausstellen.

Weniger Ausbildungsplätze: In Baden-Württemberg werden seit Pandemiebeginn deutlich weniger Ausbildungsplätze angeboten. 2020 seien mehr als zehn Prozent weniger Ausbildungsverträge abgeschlossen worden als im Vorjahr, teilten der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Dienstag in Stuttgart mit. Baden-Württemberg sei eines der Länder mit dem höchsten Anteil an an- und ungelernten Beschäftigten. In der Altersgruppe zwischen 25 Jahren und 35 Jahren hätten 194.000 Menschen oder 13,4 Prozent überhaupt keinen berufsqualifizierenden Abschluss.

Fallzahlen für die Ortenau: Der Ortenaukreis meldet am Dienstagmorgen 15 Neuinfektionen, die am Montag von den Gesundheitsämtern erfasst worden seien.

Positives Signal aus Indien: Erstmals seit mehr als zwei Monaten (63 Tage) sind in Indien weniger als 100.000 Tagesneuinfektionen erfasst worden. Konkret wurden in den vergangenen 24 Stunden rund 86.000 Fälle registriert. Die Rate positiver Tests betrug 4,62 Prozent. Im April und Mai gab es teilweise mehr als 400.000 Neuinfektionen pro Tag. Bislang sind in Indien erst rund 3,5 Prozent der mehr als 1,3 Milliarden Bürger geimpft.

Spahn bittet um Geduld: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat nach der Aufhebung der Impfpriorisierung um Geduld gebeten. Es sei unmöglich, „alle sofort zu impfen“, sagte Spahn am Dienstag. Noch im Laufe des Juli sollten laut Spahn jedoch alle Impfwilligen zumindest eine Erstimpfung erhalten haben. Dies gelte, „wenn die Impfungen kommen, wie sie sollen“, sagte Spahn weiter. Etwa 38 Millionen Deutsche seien bereits erstmals geimpft. Bei einer Impfbereitschaft von 75 Prozent in der Bevölkerung fehlten also noch rund 15 Millionen Menschen. Spahn rief ausdrücklich dazu auf, keinen Druck auf Angestellte von Arztpraxen auszuüben und Frust nicht dort abzulassen.

Industrie produziert weniger: Die deutsche Industrie hat im April weniger produziert als im Monat zuvor. Im Vergleich zu März lag die Gesamtherstellung ein Prozent tiefer, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mittelte. Experten hatten mit einem Zuwachs um 0,4 Prozent gerechnet. Das Vorkrisenniveau vom Februar 2020 wurde im April um 5,6 Prozent unterschritten. Das Bundeswirtschaftsministerium in Berlin erklärte den Dämpfer mit einer Knappheit bei Vorprodukten, vor allem bei Halbleitern und Bauholz. Schon seit längerem gibt es im internationalen Handel zahlreiche Lieferengpässe bei Rohstoffen und wichtigen Vorprodukten. Diese schlagen offensichtlich zunehmend auf die Produktion durch.

Inzidenzwert für Bühl: Die Stadt Bühl meldet am Dienstagmorgen eine Sieben-Tage-Inzidenz von 34. Dies entspricht exakt dem Wert vom Vortag.

Lehramtsstudenten sollen nachhelfen: Die baden-württembergische Landesregierung plant ein Unterstützungsprogramm für Schüler, die während der Corona-Krise in Lernrückstand geraten sind. Mit dem Programm unter dem Namen „Bridge the gap“ („Überbrücke die Lücke“) sollen schon bald etwa 500 Aushilfslehrer bis zu den Sommerferien an die Schulen kommen. Wer auf Lehramt studiert und im vierten Fachsemester ist, konnte sich auf die Stellen bewerben. Die Resonanz war groß, es gibt schon eine Warteliste. Den ausführlichen Bericht können Sie hier lesen.

Unternehmen erholen sich nur langsam: Die deutschen Unternehmen erholen sich nach Angaben des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) nur langsam von den Folgen der Pandemie. In Gastronomie, Hotellerie und Freizeitwirtschaft steht beinahe jedes fünfte Unternehmen finanziell vor dem Aus, wie laut „Handelsblatt“ eine Sonderauswertung der DIHK-Konjunkturumfrage ergab. In der Gastronomie klagen demnach zwei von drei Unternehmen über sinkendes Eigenkapital, in der Freizeitwirtschaft ist es jedes zweite. Gesamtwirtschaftlich seien davon 24 Prozent der gut 27.000 vom DIHK befragten Unternehmen betroffen. Besser als noch zu Beginn des Jahres beurteilten viele unternehmensnahe Dienstleister etwa aus den Bereichen Vermietung, Messe- und Kongresswirtschaft ihre finanzielle Situation. Von den Einzelhändlern klage noch ein Viertel über Liquiditätsengpässe und ein Drittel über einen Eigenkapitalrückgang.

BVB will Spieler impfen: Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund will bis zum Beginn der neuen Spielzeit so viele seiner Spieler wie möglich gegen das Coronavirus geimpft haben. Der Verein lege allen Spielern nahe, sich eigenständig zu organisieren, biete ihnen aber auch die Möglichkeit, das Impfangebot in Dortmund herzustellen, sagte Lizenzspielerchef Sebastian Kehl. „Unser Ziel ist es, so viele Spieler wie möglich bis zum Saisonstart mit einer oder auch mit zwei Impfungen versorgt zu haben“, sagte er. Damit reagierte der Club auf den Wegfall der Impfpriorisierung seit dem 7. Juni.

1.204 Neuinfektionen: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 1.204 Corona-Neuinfektionen gemeldet (Vorwoche: 1.785). Das geht aus Zahlen vom Dienstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5.02 Uhr wiedergeben. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Dienstagmorgen mit bundesweit 22,9 an (Vortag: 24,3; Vorwoche: 35,2). Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 140 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 153 Tote gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.702.688 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die Zahl der Genesenen galag laut RKI bei 3 549 900. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 89 384 angegeben. Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Montag bei 0,76 (Vortag: 0,81).